ölberg,
der
;
Klammerform von
öl[baum]berg
.
der Flurname des Neuen Testaments, der Richtstätte Jesu Christi; generell: ›mit Ölbäumen bewachsener Berg‹;
zu 1,
1
1.

Belegblock:

Voc. inc. teut.
r vijv
(
Speyer
um 1483
/
4
):
Olperg oliuetum olgarium idem est locus vbi crescunt oliue.
Österley, Kirchhof. Wendunmuth (
Frankf.
1602
):
Zu Speyer [...] ist ein wunder wercklicher und schöner ölberg, in stein gehawen, auffgebawet.
Reichert, Gesamtausl. Messe
32, 15
(
Nürnb.
um 1480
):
zu dem andernn bedeut der priester den außgang, den der Herre thet an den Oelperg in seinem leyden.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel (
Straßb.
1466
):
es wart gethan do er was genachent zuͦ betfage vnd zuͦ bethania zuͦ dem berge der do ist geheissen der oͤlberg
[Hs. T, 14. Jh.:
oliveti
; Lk. 19, 29].
Wyss, Luz. Ostersp.
9593
(
Luzern
1545
):
fuͦrtten in mit laternnen, vacklen vnnd bracht | vom ölberg in dstatt by finstrer nacht.
Kehrein, Kath. Gesangb. ;
Reichert, a. a. O.
146, 25
;
Bihlmeyer, Seuse .