ödrecht,
das
.›Rechtsverhältnis, dem eine
öde
1; 2 unterliegt‹; metonymisch: ›dem ödrecht
unterliegendes Gut‹ (Fläche oder Haus); vgl. (die
) 1; 2, (das
) 5.Oobd.; im mittleren Frnhd. auslaufend; Rechts- und Wirtschaftstexte.
Syntagmen:
ö. haben
; [ein Betrag] auf / zu ö. liegen, ein gut zu ö. bestehen, jm. ein gut / urfar zu ö. lassen
.Belegblock:
in Pernhartsdorf 10½ beneficia, quorum decem sunt instituta colonis, medium vero ödrecht.
swenn dieselben vrbar furbaz pavfellich vnd oͤd werden von vnfrid oder prunst [...], daz si ze oͤdrecht hin werdent lazzen, in denselben jaren vnd avch frist sullent si chein schatzstivͤr noͤch vogtstivͤr geben.
Albrecht cholb [...] hat ze lehen einen hof [...], geacht fuͤr drew phünt gelts, vnd ze Harawͤ auf oͤdrecht fuͤnfczig phuͤnt geltes.
Notandum, daz wir dem Lieblen zu Pruklo daz gut czu odrecht haben lazzen drew jar.
wer auch ödrecht hiet oder abprunn, do gott vor sei, der schol zimerholz nemen in unsers herren holz.