öde,
die
;–/-n
, auch öd
(mit e
-Apokope).1.
›wirtschaftlich nicht oder nur extensiv genutztes, tendenziell aber wieder nutzbares Gut, Stück Land; Ödland‹; zu (Adj.) 1; 2.Nahezu ausschließlich obd. belegt; gewisse Beleghäufung für Rechts- und Wirtschaftstexte.
Syntagmen:
eine ö. aufnemen / aufrichten / bauen
; etw. öden heissen
(doppelter Akk.); ein hun auf die ö. fliegen, aus einer ö. x pfennig dienen
; die ö. der welt, am weinberg
; ein haus mitsamt der ö
.Wortbildungen:
ödland
ödreute
Belegblock:
Was aber zulehen warn, die man an etlichen ennden öden hayst, das nicht hawser oder hawswiert darauff gesessen sindt, [...], soltn geben 9 ß phennig.
die obgenanten guͤter, hueben, oͤed, wismad vnd wald, [...], gepawt vnd vngepawt.
Chunrat Czineinspan hat ze lehen: [...] vnd drew rewtter vnd drew ödrewt gelegen in Florenwein.
ob si ainen fuegleichern weg erfinden kunden, damit die oden aufgericht und paut wurden.
Andre Ruedl dint siben pfenning und aber von ainer oͤd vıͤr phenning.
welicher ain öden hat aufgenomen und ainer kämb und wolt ain agker darauß machen, der [...].
Es ist ain ieder hausgesesner [...] dem herrn ain hain das auf ain öden fliegen mag schuldig zu zehent geben.
,deserta Boiorum‘, das ist die ,baierischen haiden, wildnus und öden‘ genant.
das der Peter Muśdorffer, [...], Vom Foder ein Stuek ödland Zue einer keer gekauft hat.
Bedeutungsverwandte:
.Belegblock:
doch sol man weder hunger noch durst leiden, sunder die mittelmaß hallten, wan die lang ödi des magen macht in an sich zyhen die pösen feuchten.
Hoͤle / oͤde. Concavitas.
Dem sin hirn ze kalt sig ab / oͤdi, der mali kenlum vnd mache kúggelli mit simelmelw vnd waissen vnd essi es.
Hoͤle / oͤde. Concavitas.