sünlich,
Adj.
1.
›versöhnend, vermittelnd, ausgleichend, friedenstiftend‹ (von Personen gesagt); ›das Ausmaß der Vergehen e. P. im Sinne spiegelnder Strafe sühnend‹; ›gütlich‹ (von einem fragend verlaufenden, im Gegensatz zum peinlichen
Verhör); Gehäuft nrddt. / md.
Wortbildungen:
1
sünlichkeit
künne
).Belegblock:
Euangelische leer ist guͦt, [...], Zeiget auch vil kuͤnlicheit vnd sünliche uͤbung, darab menschliche vernunfft ein gefallen hat, auch die sünlicheit.
So thu du auch, das du ein sunlicher mensch und mitler seiest zwischen deinen nehesten.
si quamen und namen einen vrede | und einen soinlichen daich damede.
das sie gelobt haben vor gericht mit wolbedachtem mute vor einen man, das er das solle halten friedlich und sunlich bis als so lange, das ime sune und recht erginge.
So ir dan als ein amptman, [...], sulche sunelich hendel zu halten und vorzunemen hinder den purgen gestatt und zugelassen habt.
Bald darnach ist gedachter Meyhans [...] ergriffen / vnd in der Stadt Gefengnis verwaret worden, darinn er beide in suͤnlicher vnd peinlicher Frage den begangenen Mordt bekant.
Ebd.
166v, 5
: das der hohen Potentaten und fuͤrnemer Leute toͤdtlicher abgang [...] auch eine senliche straffe Gottes sey.
vnd ouch vns’ egen̄ herre alle ir sache verricht het sonlichn̄ vnde gutlichn̄ [...] vmb alle dy sache [...], dz czwischn̄ in geschehn̄ ist.
so wolt er fridlich und sönlich mitt in leben.
Baumann-Zwirner, Augsb. Volksb.
1991, 449
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