sünebruch,
auch
sunbruch,
der
;
-s/–
.
›strafwürdiger Bruch eines Vergleiches, Vertrages‹;
zu 1,
1
4.
Wortbildungen:
sunbrüchig
›vertragsbrüchig‹ und damit ›straffällig‹ (Gw zu 2; dazu bdv.: ).

Belegblock:

Leman, Kulm. Recht (
Thorn
1584
):
der burge der vor dy sune gelobit hatte, mus dy sune broche bussen myt eyme wergelde.
Chron. Köln (
rib.
,
1377
):
den erslogen si in dem graven, dem doch unrecht gescach, in hengen en vur die portze. darmit wart der bischuf eirst soinbruchich.
Kisch, Leipz. Schöffenspr. (
osächs.
,
1523
/
4
):
Ein P. clagte zu einem N. umb ein sunbruch, das er des sunebruchs schaden hatt XIV schock, und bitt rechts und antwort.