sündflus,
der / die
;
auf dem Hintergrund von
sintflut
gebildetes durchsichtiges Kompositum; in 1 Beleg mit anorganischem
-t
:
sündflust
.
›Überflutung der Erde als Strafe für die Sündhaftigkeit / die Sünden der Zeit Noahs‹; ütr.: ›Sünde; Sündenstrom‹;
vgl. 2; 3.
Bedeutungsverwandte:
.

Belegblock:

Sachs (
Nürnb.
1563
):
Daß die gantz welt ward eingerissen | In der sündfluß und gieng zu grundt.
Ebd. (
1563
):
Die mauß die wird uns all ertrencken, | In der sündfluß zu grunde sencken.
Dasypodius (
Straßb.
1536
):
Súndfluss. Cataclysmus, lat. Diluuiū.
Warnock, Pred. Paulis
28, 330
(
önalem.
,
1490
/
4
):
wie in der súndflúss
[Genus hier
die
, erkärbar aus
der sünden flut
]
alle menschen verdurbent, denn allain die in der arch Noe warent, also muͦss alles menschlich kúnd durch Christum erlöst und behalten werden in der arch sins crútzes.
Bächtold, H. Salat (
halem.
,
1536
):
Unsern sündfluß, [...], erfülle in mir der schiffman und gubernator, so die arch Noe gsund und ganz entfuͤrt dem sündfluß aller erden.
Ders., N. Manuel. Papst
101, 1911
(
Zürich
1525
):
Es ist ein nüwer sündfluss gewesen, | Dass wir die narry
[Bezug auf antike Schriften]
ie hand gelesen.
Maaler (
Zürich
1561
):
Vberlauff (der) Vbergussz / Vberwall / Sündflusß. Anundatio.
Suͤndflut / oder Sündflust.
Chron. Augsb. (
schwäb.
,
1523
/
7
):
Von ainer sündtfluͦs die komen solt.
Barack, Zim. Chron. (
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
[ain geschrai] als ob ain sündfluss in Schwaben sollte entsteen.