säckelmeister,
der
;
-s/-Ø
.
›Schatzmeister, Zahlmeister, Verwalter der öffentlichen Kasse‹; auch: ›Steuereintreiber‹;
Wobd.; überwiegend Rechts- und Wirtschaftstexte.

Belegblock:

Schade, Sat. u. Pasqu. (
obd.
1525
):
das ist meins gnedigen herrn geltsamler oder einzieher oder seckelmeister.
Bolte, Pauli. Schimpf u. Ernst (
Straßb.
1522
):
Der Keiser Vespasianus [...] sprach zuͦ seinem Ynnemer oder Seckelmeister, wie man sie dan heißt: [...].
Geier, Stadtr. Überl. (
nalem.
,
A. 16. Jh.
):
kain gelt ußgeben oder ußleichen, ohne ains [...] seckelmaisters bevelch.
Jörg, Salat. Reformationschr.
113, 3
(
halem.
,
1534
/
5
):
Hattend ouch an ettlichen orten ein gmeynen purs / oder seckelmeyster.
Rennefahrt, Recht Laupen (
halem.
,
1559
):
300 lb; die sölle ime min herr seckelmeyster Ougspurger uß der statt seckel abrichten und bezallen.
Saͤckelmeister / Rentmeister.
Chron. Augsb. Anm. 2 (
schwäb.
, zu
1519
):
6000 guldin in mintz, Matheussen Lanngenmantel, als ains erbern rats verordenten seckelmaister, uberantwurt, die geraisigen und fuͦßknecht irs solds und annder nottdurfft davon zuͦ bezaln.
Rennefahrt, Stadtr. Bern ;
ders., Statut. Saanen ;
ders., Gebiet Bern ; ;
ders., Recht Laupen ; ;