stützig,
vereinzelt
stüzlich
, Adj.
charakterisiert die Haltung des Widerstandes gegen Kooperation: ›trotzig, aufsässig, widerborstig, widerspenstig, verstockt, bockig‹; sowohl von Personen wie (oft im Vergleich) von Tieren (vom Bock, Hund, Pferd) gesagt; vgl. (V.) 2; II, 2.
Gegensätze:
, 2, 1, 1; 2. Das Feld bedeutungsverwandter und gegensätzlicher Wörter ähnelt literarischen Lasterkatalogen, sein Umfang ergibt sich großenteils aus Reimzwängen sowie aus phonästhetischen Spielereien (oft Zweisilbigkeit; Vokaldoppelungen); semantisch geht es weniger um klare notative Unterscheidungen als generell um Abwertung / Ironisierung; einige Bildungen sind spontaner Art.Belegblock:
Obstinatus. Halßstarrig hartbendig frech / hartbänig harthelsig vnzuͤgig halßstarck steinhertzig verstockt zämloß stuͤrzig widerpoͤrstig starrig hartneckig verharrig verhärtet frat.
Wenn die Roß stutzig werden / vnd nicht ziehen wollen / so kan der Fuhrmann auch nicht fahren.
Das ist das grosse ergernis, welchs gar viel leut stutzig und uns abfellig machet, ia auch die Propheten und heilige leut hat fur den kopff gestossen.
Jugend sprach: Du bist als ein bock | Aygensinnig, köppig und stützig.
Daß er [gaul] nit sey reudig noch rützig, | Auch nit haarschlecht, stetig noch stützig.
Sein kriegsvolck wurd seins kriegs urdrützig, | Gen im hemisch, untrew und stützig.
Uf dis antwort, wie wol die 8 ort darab, und insunders ab der stuͤtzlichen und truzlichen abmanung ein gross beduren hatten, [...], wurdens einraͤtig.
Nach solchem umryten / wurdend nun aber die secter vil baͤniger / stütziger/ kutzlig / unlydig / und fiengend an sich mit gar trutzlichen troͤwungen und verachtlichen worten mercken lan.