saduzäer,
der
.
›Sadduzäer; Anhänger einer Gruppierung innerhalb des Judentums zur Zeit Jesu‹; in abwertender Ütr.: ›Heuchler; Frömmler; Ungläubiger‹.
Zur Sache:
LThK
9, 207
.
Bedeutungsverwandte:
, , .

Belegblock:

Luther, WA (
1526
):
Also meineten die Saduceer (welche waren eine rotte unter den Juͤden) den Christum ynn einen sack zu treiben, das er nichts wuͤst zureden.
Ebd. (
1537
/
40
):
S. Joannes verdammete nicht allein die Saduceer, so gahr nichts gleubeten, sondern auch die Phariseer.
Ders. Hl. Schrifft.
Apg. 23, 8
(
Wittenb.
1545
):
Da er aber das saget / ward eyn auffruhr vnter den Phariseern vnd Saduceern / vnd die menge zurspalltet sich.
Reichert, Gesamtausl. Messe
91, 8
(
Nürnb.
um 1480
):
Also waren die Saducei dar wider reden, wann sie gelaubten und sprachen, das die sele des menschen sterben wer mit dem leybe.
Dietrich. Summaria
29v, 8
(
Nürnb.
1578
):
lassen sich die Saduceer duncken / sie haben ein festen grund / das kein aufferstehung koͤnne sein.
Sudhoff, Paracelsus (
1529
/
32
):
er [got] hat lassen die phariseer, saduceer, hypocriten, schreiber under den Juden aufstên, und hat lassen die selbigen das volk regiren.
Rot
349
(
Augsb.
1571
):
Saduceer, id est, iusticiarius, Ein werckheyliger / der sich selbs für gerecht außgibt / lest sich für fromb schelten / das er doch nit ist.
Feudel, Evangelistar
102, 31
;
Bechstein, M. v. Beheim. Evang. Mt. .