rüstgeld,
das
.›materieller bzw. finanzieller Pflichtbeitrag eines Kollektivs zu einem kriegerischen Unternehmen‹; ab Ende des 16. Jhs. auch: ›regelmäßige Kriegssteuer‹; zu 3, vgl. (
das
) 1.Rechts- und Wirtschaftstexte sowie Chroniken.
Syntagmen:
j. r. bezalen / tragen / tun, sein r. wiedergeben, jm. (jeden monat) r. geben, r. auf die untertanen schlagen, jm. r. von dem sold abtun
; das r
. (Subj.) jm. bleiben, an dem sold abgehen
; x gulden für r. entrichten, pferde in r. nemen, untertanen mit r. bedrängen, auf ein pferd x gulden zu r. geben, etw. zu r. legen
.Belegblock:
Außerdem entrichtet Nürnberg [...] noch 1900 Guld. rhein.
fur rüst gelt. welcher aber das alles also nit thun wolt, der solt [...] sein rustgelt [...] widergeben.
man wil auch geben auf ain pfärde ze rüstgelt drey guldin in söllicher maß [...]; gieng aber der zug für sich, so wurd das rüstgelt an dem solde abgan.
Das Neuhauserische Haus [...] das bisher alle
burgerliche onera gethragen, steur, rüstgelt, wachtgelt, [...], bezalt, soldaten gestölt, [...], wurde von dieser Verpflichtung [...] entbunden.
tuen hierdurch den angesessen erlichen burgern die in [...] rüstgelt und andern anlagen sein [...] grossen eintrag und verhinderung.Mell
u. a., Steir. Taid. 56, 5 (m/soobd., 1590, Hs. 1. H. 17. Jh.): Chron. Augsb. Anm. 2;