2
rügen,
rüejen,
V.;
zu
mhd.
rüejen, rüegen
›rudern‹
().
›rudern, sich rudernd auf dem Wasser fortbewegen, jn. rudernd wohin (an Land, ans Ufer) bringen‹; mit sächlichem Subj.: ›von Rudern angetrieben fahren‹ (von Schiffen gesagt).
Überwiegend älteres Frnhd.
Bedeutungsverwandte:
.
Wortbildungen:
2
rüge
›Rudern, Ruderfahrt‹.

Belegblock:

Strehlke, Nic. Jerosch. Chron. (
preuß.
,
um 1330
/
40
):
Mit creftin man sî rûin sach | den stram zutal [...] | ûf der Pomerênin schif.
Reissenberger, Väterb. (
md.
, Hs.
14. Jh.
):
Als man daz ruͦgen bliben lat, | So get ez [schif] von dem swange.
Bechstein, M. v. Beheim. Evang. Joh. (
osächs.
,
1343
):
dô si geruͦgiten
[
Luther
1545:
gerudert hatten
]
alse funf und zwênzic stadien [...], dô sâhin si Jhêsum wandernde ûf dem mere.
Fischer, Folz. Reimp.
39, 793
(
Nürnb.
1479
):
wurdest mensch hie in der frist, | Die sünd tilgen [...] | [...] | Zum gestat die schiffenden rügen.
Bartsch, Reinfrid (
halem.
, Hs.
14. Jh.
):
die herren sâhen | daz schif gên in har rüegen.
nu ruoten eines tages har | ûf sî wol aht galînen.
ir kiel sî liezen rinnen | hin mit sneller rüege.