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rüge,die
;-Ø/-n, -Ø
.1.
›Anzeige eines Vergehens bei der Obrigkeit oder bei Gericht‹; ›Anklage einer Person vor einem Gericht‹; auch: ›Verhandlung, Verhandlungstag‹; metonymisch: ›gerichtlich anzuzeigendes Vergehen‹; Überwiegend Rechts- und Wirtschaftstexte.
Wortbildungen:
rügat
Belegblock:
Uf angesatzten tag der vogts hern [...] die ruge betreffend sollen sie uß inen hinauß deputiren.
zwen des rats nemmen die ruge ein.
alle zentflichtige dorfer sind schuldig, die vier ruge an die zent zu brengen, das sind nemlich ein diep am seyl, ein lygend mord, ein nachtbrand und ein nothzucht.
Auff heut so wird eben die rug, | Da alle bawren zsammen kommen, | Da sol er werden fürgenommen.
Ir bawrn, heut ist rug , wist ir wol, | Daß einr den andern rügen sol | Umb ehbruch oder hurerey.
meinem genadigem herren [...] vorbehalten, ob in dieser ruegen icht ausgelassen.
2.
›von einem Gericht verhängte Bußzahlung, Strafzahlung‹.Wortbildungen:
rüggeld
Belegblock:
nun kemen [...] die von Lobenfelt vorab und begerten, das [...] das halb teil der ruge dem closter und das ander halb teil den von Lobenfelt werden.
so ain vieh ainem schaden tut, [...], so ist die rug achthalben pfenning.
bede schulthessen haben an dem rueg- und claggelt den zehenden pfennig am dorfgericht, ieglichem halb.