Ziesemer, Marienb. Ämterb.
39, 31
(
preuß.
,
1447
):
[Fleyschsoller:] 2 rinder im zalcze, item 34 spisse rintfleisch, item 5 spisse roͤckestuͤcke.
[die Caynschen heyligen] werden eben hyndurchgehen
[durch
die enge pfortt
]
wie das Camellthier mitt seynem grossen ruckknorren durch das nadellohr gehen mag.
wer do wil kommen zu Christo, der muß im nach folgen unnd sein eygen Creutz tragen auff seinem rucken.
die schrifft saget von den Juden, das sy halßsterrig sind und eisserne rucken haben, das sie sich vor Gott nicht künden naigen.
[
der alte sack
›der sterbliche Körper‹]
sols auch nicht [...] fulen, Sondern sich auff dem rucken zum kyrchhoff tragen und unter die erden scharren lassen.
[unser lieber Herr Christus] nimbt unsere sünde von uns und legts auff seinen rucken und leydet den tod.
Peil, Rollenhagen. Froschm.
536, 934
(
Magdeb.
1608
):
Aber das Manthier schos mit eil / | Jhm durch den Ruͤcken etlich Pfeil.
Quint, Eckharts Pred.
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
Swenne der igel pruofte, wâ sich der wint hine kêrte, dâ bôzte er sîne hût und kêrte sînen rücken dâ hine.
den montag war sei auch unpesslich und clagden iren ruckstrank und ir heubt.
kurbiß wasser mit rosen oͤle vermenget vnd dar mit geschmiert die lenden vñ den ruckmeyssel ist fast guͦt wider die hitz des febres.
Harms u. a., Alberus. Fabeln
45, 20
(
Frankf./M.
1550
):
Wie nun der Frosch jhr nicht hat acht / | Behendt die mauß herfuͤr sich macht / | Vnd gab dem Frosch eins auff den ruͤck.
Gerhard, Hist. alde e
611
(
omd.
,
um 1340
):
Agar er [Abraham] uf iren rucke | Legete daz gelucke, | Ir kint damite, Hismahel.
Thiele, Chron. Stolle
(
thür.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
wer grunen lachs feyle hat, der muss geben einen rucke uss einem lachsse in der fasten.
Logau. Gott
156, 9
(
Breslau
1644
):
Wir haben bißher bey viel langen Jahren | Auff vnserm Ruͤcken deine Streich erfahren.
Keil, Peter v. Ulm
239
(
nobd.
,
1453
/
4
):
Tut einem menschen der stein also we daz er nicht genetzen mag, so lege er sich ein weil an den ruck.
Gille u. a., M. Beheim
279, 67
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Croten, natern und slangen | und sust unrainer wurm sach ich genug | an irem rüken hangen.
Dinklage, Frk. Bauernweist.
18, 9
(
nobd.
,
1470
):
ein ruckfuder, das ist so vil und einer ein male auf seinem rucke getragen mag.
Lexer, Tucher. Baumeisterb.
(
nürnb.
,
1464
/
75
):
im sall unten zwischen den ersten 2 seullen am hineingen 3 penck mit ruckpretteren.
Reichmann, Dietrich. Schrr.
185, 32
(
Nürnb.
1548
):
Christus ist auch vnser schuldentrager / denn er hat all vnser suͤnde getragen auff seinem rucken.
[der keyser] truͦg selber uf sime halse 12 rückörbe mit erden derus, do men daz pfuntgemünte
[›Fundament‹ für
sant Peters kirche
in Rom]
solte machen.
Gilman, Agricola. Sprichw.
1, 123, 22
(
Hagenau
1534
):
Im ruckknochen hangen die senaddern / dadurch des menschen bewegen unnd fuelen bekrefftiget werden.
Auff dem rucke zu kirchen gehen / ist sterben / Denn die todten tregt man also zum begrebnuß.
Roloff, Brant. Tsp.
196
(
Straßb.
1554
):
Wo hast dein augen hin gethan | Dein gesicht hastu am rucken stan.
wer ist, der gesehen hätte einem ein Horn auff dem rucken wachsen?
Der den ruggen swerden haͮt, der nem salcz / vnd neptun [...].
Rieder, St. Georg. Pred.
(Hs. ˹
önalem.
,
1387
˺):
do gabent sú im ain crútz uff sinen ruggen, und truͦg es an die statt da er gemartrot wart.
etwan ist es [lemi] in den arsbacken und schlossen und macht ein krumen rücken.
was aus der unkeuschheit entspringt, solch cambucca, saniei unctus, ruckenwe, lendenwe, achselwe, kniewe, ist alles anfang der franzosen.
Bremer, Voc. opt.
1207
(
halem.
,
1328
/
30
):
Nucha rugmarg [...] rukkenmarkch.
Ebd. 1214
(
schwäb.
,
M. 15. Jh.
):
Dorsispina [...] rugbain.
Spondile [...] rukenbain [...] rugwaich.
Broszinski, Minner. Chir. Parva
84v, 7
(
halem.
,
2. H. 15. Jh.
):
Ze dem siechtagen des ruggen, der húff vnd der spatulen mach ein salb.
Ruckdecke [...]. So man den Pferdt auffdecket. [...]. Ruͤck gelenck [...]. Vertebra.
ain ruckmarderine hauben mit zwayen grossen berline knopffen hatt er auff.
Müller, Stadtr. Ravensb.
171, 10
(
oschwäb.
,
1388
):
daz si von ainem swin nichtz uf die waug legen sond denn die schultern, den bachen und den ruggen.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
(
oobd.
,
1349
/
50
):
an der stat, dâ diu runstâdern gesellet werdent des rucksdorn, dâ er sich veraint mit dem haupt, sein zwainzig würm.
wenn si [die äuln] der mensch oder ander vogel laidigen wellent, sô vellt si an den ruck und wert sich mit dem snabel und mit den füezen.
nimb baumwinden, bindts dem pferdt vmb den bauch vnnd ob dem ruggen zusamen als lanng, biß es stallet.
Bauer u. a., Kunstk. Rud.
796
(
oobd.
,
1607
/
11
):
1 grataschena, damit sich die Türcken auff dem rugken kratzen.
Dirr, Münchner Stadtr.
(
moobd.
,
um 1310
/
2
):
Swaz aver der man auf seinem rugke traet, dez sol er nicht zollen.
das [pfärd] stund vor auf und warf yn über rück ab yn das wasser.
Kummer, Erlauer Sp.
(
m/soobd.
,
1400
/
40
):
er sol ıͤr smıͤren di lende, | das si sich ninndert muͤg gewenden; | er sol ıͤr smıͤren den rukken, | das si sich nindert muͤg gepukchen.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
(
m/soobd.
,
1515
):
[der ambtman] sol im [den gefangen] die hend mit ainem rockhalm hinter den rugk pindten.
Siegel u. a., Salzb. Taid.
(
smoobd.
, Hs.
15. Jh.
):
ob er in
[der Bestohlene den Dieb]
genötten mag, sol er im die deuf
[›Diebesgut‹]
auf den ruk pinten.
Bauer, Haller. Hieronymus-Br.
117, 32
(
tir.
,
1464
):
Es leit gar ein grosse swëre purden auf vns, vnd mein rukgen der ist vil zue chrankch.
Mollay, Ofner Stadtr.
155, 5
(
ung. inseldt.
,
1. H. 15. Jh.
):
dÿ [fragnerin] sol den bagstain tragen v̈ber ir achsel auf dem rugk von dem Rathaus hin vmb für sand Iorgen kirchen.