rörkaste,
der
;
–/-n
, teils + Uml.;
gelegentlich auch
rörenkaste,
rorkaste
.
›Brunnentrog, in dem sich das Wasser sammelt‹; speziell auch: ›(öffentlicher) Zierbrunnen‹;
zu 1, 3.
Gehäuft schwäb.
Bedeutungsverwandte:
, , ; vgl. .
Syntagmen:
einen r. machen,
[wo]
schauen
;
x rörkästen
(Subj.) [wohin]
gesezt werden
;
j. bei einem r. im garten lesen, etw. bei dem r. ergucken, den galgen hinter dem r., die säule in dem r. machen, kein geschir in den r. legen, etw
. (einen Fluss)
in einen r. einfallen, in rörkästen in allen gassen ausspringen lassen
;
der r. des dorfs
;
der künstliche / schöne / steinerne r., die marmelsteinenen rorkästen
.

Belegblock:

Opel, Spittendorf (
osächs.
,
um 1480
):
es wurden zwen rorkasten [...] gesatzt und dass wasser doreyn verordent.
Sachs (
Nürnb.
1542
):
Peim rör-kasten det ich ergucken | Etliche krem.
Gehring, Würt. Ländl. Rechtsqu.
3, 98, 39
(
schwäb.
,
1484
):
deß dorfs rörkasten belangent soll auch forthin niemand kein geschirr darin lögen oder darauß wäschen.
Baumann, Bauernkr. Oberschw. (
schwäb.
,
v. 1542
):
das dan ich selbß [...] gelesen hab [...] im garten bey aynem schönen rörkasten.
Vgl. ferner s. v. 2, 3.