römer
I
der
;–/-Ø
.1.
›Bewohner des Imperium Romanum‹; meist im Plural gebraucht, dann auch (metonymisch): ›das Römische Reich (z. B. als Kriegspartei)‹; ›die römische Besatzungsmacht‹; ›das römische Volk‹.Bedeutungsverwandte:
vgl. .Syntagmen:
j. die römer anfechten, einen r. zu einem dictator erwälen
; die römer
(Subj.) herwieder antworten, in einer einigen stat ausschliefen, etw. bauen, etw. gewar werden, ämpter haben, das blut der heiligen vergiessen, abgötterei aus der ganzen welt sammeln
; j. den römern gleichkommen
; apostulus zu den römern sprechen
; der junge r., die alten / heidnischen / werten römer
; der abgot / glaube / senator, die dankbarkeit / freundschaft der römer
.Wortbildungen:
römerin
Belegblock:
Die Roͤmische Recht / haben die Heydnische Roͤmer [...] auff die leisten jhres gemeynen nutzen [...] gericht.
die Roͤmer samleten aus der gantzen Welt allerley Abgoͤtterey, [...], namen an, was sie nur bey andern hoͤreten.
daz volg gleubet an in [marien suͦn] gar, | Werdent die romer daz gewar, | sie virdribent vns von dem land.
es war ein Junger Roͤmer [...] ganz frech vnzuͤchtig vnd vnordentlich [...] zu einem Dictator erwehlet.
als Apostolus zun Roemernn am ersten spricht: „Der gerecht lebt auß dem gelauben.“
Ich han von reken streit gehört, | Von Alexanders hie und dört, | Der Trojaner gantz und gar | Mit den Kriechen hin und dar | Und der Römer dort und hie.
die werd Römerin hat soliche tröstung zu abtilgung des ir angelegten lasters nicht für gnugsam haben mögen.
Nun sollen die Teutschen / wie auch die Roͤmer und Gallier von den Trojanern herkommen.
hunz di auslendigen volker, als di Ostergoten, Longabardi, di Römer anvechten wurden.
Wart von den Römern herwider geantwort: ,wir sein die Römer, der ganzen welt und aller ding herren‘.
er [Eusebÿ] schreibt dem selligen Domasium, pischolfen zu Portuensem, und dem christenleichisten Theodonium, senator der römer.
2.
›Bewohner der Stadt Rom‹; bei Luther
auch: ›Anhänger der römischen Kirche‹.Wortbildungen:
römerfart
Belegblock:
dar nach besaz konigh Karl de Romere vnde wan den strit in an.
Martinus. [...] Die Behmen sollen nit ketzer, noch speltige genennet werden, sondern die Roͤmer.
in Christo sind alle Kirchen gleich. Hie ist kein Grieche noch ungrieche, kein Man, kein Weib, kein Roͤmer noch Antiocher, kein Leibeigen noch Freyer.
Waren die Roͤmer jn grosser angst, Denn sie musten sich foͤrchten fur dem Bapst und auch fuͤr dem Keyser.
Ebd.
329, 17
: [ward] auch zum Babst erwelet Octavianus, ein geborner Roͤmer.
darnach ober ein jar da dit sterben, dise geiselerfart, romerfart unde judenslacht [...] ein ende hatte, da hup di wernt wider an zu leben unde frolich zu sin.
da dannen er [Papst] mit sampt etlichen cardinaͤlen, bischofen, praͤlaten, hofluͤten und Roͤmeren in sin veste Engelburg [...] durch heimliche gaͤng kum entlief.