rätsel,
das
;–/-Ø
.›Denkaufgabe; verschlüsselte Botschaft (die zu deuten ist)‹; ›schriftliche oder mündliche sprachliche Äußerung, die ein Geheimnis, einen verborgenen Sinn enthält‹;
Wortbildungen:
Belegblock:
Johannes heyst solche tunckel verbrochne rede ,sprichwort‘, wie wol es die deutsche sprache nicht so nennet, sondern ,retzel‘ odder ,verdackte rede‘.
das Gott hie widder sich selbs redet, das ist ein retzlin, das niemand raten kan denn der heilige geist.
Simson aber sprach zu jnen / Ich will euch ein Retzel
[
geleichsamMentel
1466: ; nd. Bibel 1478:
entraetsel / 1522:
radelse;
raͤterschFroschauer
1530 / Eck
1537: ]
auffgeben. Ebd.
Weish. 8, 8
: [Weisheit] verstehet sich auff verdeckte wort / vnd weis die Retzel
[
verporgenMentel
1466: ; Var. 1475
gleichnuß einer frag2
: ; nd. Bibel 1478:
argument]
auffzulösen. Zorobabel des nicht wart blas, | Wan er entsloz sunder pine | Daz rotsel van dem wine.
Retzelñ retschẽ rederschẽ beispilẽ odʼ furlegẽ. probleumatizare.
[Die königin von Arabia] versuchen möcht also | Den weisen könig Salomo, | Mit rätzelen da zuerfragen, | Ir die außlegen und zu sagen.