rätschen,
ratschen,
V.
1.
›schwatzen, plaudern, tratschen‹; auch: ›lästern‹; von Tieren: ›schnatternde, schnarrende Laute abgeben‹.
Bedeutungsverwandte:
3, ; vgl.
1
3.
Wortbildungen:
rätsche
1 ›Klapper, Rassel‹,
rätsch|ente
(dazu bdv.: ).

Belegblock:

Bächtold, H. Salat (o. O.
1537
):
ouch die unsubern, giftigen krotten
[die
hinterreder
]
rätschent und murrent über min ringfuͤg.
Maaler (
Zürich
1561
):
Rattschen / wie die weyber schwaͤtzen / weñ sy zuͦ jren gfaͤtteren kom̃end.
Raͤtschent (die) Spiegelent / Wilde blauwe ent.
Barack, Zim. Chron. (
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
wie kan man den fröschen das retschen verbieten, oder wie mag doch ains sollichs abgestellt werden?
Nyholm, Füetrer. Gralepen
749, 4a
(
moobd.
,
1473
/
8
):
so thuͦstu dich so rew̌chen, | alls du mit einer raͤtschen dy vogel wellest von den pawmen schew̌chen.
2.
›Hanf, Flachs brechen‹.
Bedeutungsverwandte:
4
16, (V.) 2.
Wortbildungen:
rätsche
2 ›Gerät zum Hanf-, Flachsbrechen‹.

Belegblock:

Dasypodius (
Straßb.
1536
):
hanff Brechen / retschen / hanff reüthen.
Maaler (
Zürich
1561
):
Raͤtschen (die) damit die weyber den hanff brechend vnd bereitend.
3.
s. .
4.
bedeutungsverwandt zu .