rätig,
Adj.;
auch
ratig
.
1.
›jm. Hilfe, Rat gebend‹; ›jn. beratend, unterstützend‹; zu (
der
) 1.
Bedeutungsverwandte:
1; 2, ; vgl. 2, 1.

Belegblock:

Hertel, UB Magdeb. (
nd.
/
omd.
,
1486
):
[wir] haben unserm gnedigsten herren hertzogen Ernst, wie uns die ding zu Franckfort furgehalden sind, entdeckt und sein gnade und auch hertzogen Albrechten angeruͤffen uns dorinne ferrer retig und behulffen zu sein.
Luther, WA (
1522
):
wen man einem [...] ein walffart gebeutt und sein nechster bruder bitt in, er soͤl im retig sein, so beicht er vor vnd nimpt buß, [...] das er des bapsts gebott nit thun kan.
Hertel, a. a. O.
334, 22
;
2.
in Verbindung mit
werden
:
(mit jm.) rätig werden
›(mit jm.) beraten, beratschlagen (um zu einem Entschluss zu kommen)‹; ›sich einigen, zu einem Entschluss kommen‹; vgl. (
der
) 3; 6; 11.
Obd.
Bedeutungsverwandte:
(Adj.) 5; vgl. 1, , 2.

Belegblock:

Baumann, Bauernkr. Rotenb. (
nobd.
,
n. 1525
):
Bede inner und ewsser räte [...] sind mit ainander rätig und ainig worden, wider die uffrurigen empörung der pawrn [...], ainander hilf und beystand zu tun.
Lexer, Tucher. Baumeisterb. (
nürnb.
,
1464
/
75
):
nach solcher bestellung der stat werckmeister und schaffers soll der stat paumeister mit denselben meistern und schaffer rettig werden und für augen nemen die steinmetzen maurrer und [...].
Jörg, Salat. Reformationschr.
297, 7
(
halem.
,
1534
/
5
):
daruf ward man raͤtig [...] das us vilen ursachen / jetz nit guͦtt noch kumlich waͤr mit disputatzen umzgan.
Adomatis u. a., J. Murer.
1756
(
Zürich
1565
):
Die burger werdend redtig im [Absalom] die statt zu übergen und zühend im entgaͤgen.
Wyss, Luz. Ostersp.
3, 175, 9
(
Luzern
1597
):
deß ward der könig seer zornig, würdt mit sinen Rhäten rättig, was vrtheils sy verschuldet.
Chron. Augsb. (
schwäb.
,
um 1530
):
Zuͦ sollichem reichstag ward ain rhat zuͦ Augspurg rettig, ettlich fuoßknecht anzuͦnemen.