oberländisch,
Adj.;
in 1 Beleg 1
überländisch1.
›in höher gelegenen Gebieten (de facto: Deutschlands) liegend‹ (von Städten gesagt); ›in diesen Gebieten gebräuchlich‹ (von der Sprache); ›ihren militärischen Einheiten zugehörig‹ (von Truppen); Syntagmen:
die oberländische zunge, die oberländischen synonyma / sachen / stätte / knechte
.Belegblock:
Auch beschwerten sich die überlendischen Stedte mehr gelt zu senden, weil gar nichts ausgerichtet wart.
AVß waßerley vrsachen [...] jch diese Deutsche Oberlendische Synonyma in druck hab außgehen lassen / hastu [...].
ist gewiß / das vnsere zung [...] gantz rein vñ vnstrefflich ist / vnd ja keiner Niderlendischer spraachen weyche͂ darff / Zu dem auch der woͤrter vñ vocabulen halber seer vil verwändtnus vnd ähnligkeit mit der Oberlendischer zungen hat.
das die Oberlendische zung bey dem mehrern theil vnserer Landßleut nochmals vnuerstendtlich.
der meinu͂g / das die Oberlendische zung (dieweil sie ja so seer bey den vnsern im schwang gehet [...]) aus diesen Synoymen dester baß von jedermeniglichem verstanden [...] werd.
die J. treiben handluͤng ... mit den oberlendischen weinen, leyhen denen, so mit den weinen abartz handlen ... geltz.
Scholz-Babisch, Klev. Rheinzollw.
525, 34
; 2.
›überirdisch, mit Mitteln der Sinne und Vernunft nicht erklärbar‹; ›himmlisch, vom Himmel gesandt (wie z. B. Engel)‹; ›himmlisch, göttlich, allmächtig‹ (von Gott); Belegblock:
Astrologia, mit laufe oberlendischer sachen irdisch laufes auslegerin.
hie offent got von erst sein trinitot. | Als er ist ewig in den oberlenschen | gatlichen wesen, drey person, ain got.
Ebd.
20, 56
: wie, herr, sol ich dich loben oberlenschen?
Ebd.
74, 59
: als ein iglich mensch | hat einen engel oberlensch | der in czu guthait scheibet.
Ebd.
143, 80
: on die selbigen lieb nieman | wal gevallen mag ader kan | gat dem hern öberlenschen.
Ebd.
133, 40
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