Jm gericht hat unser her all lucken zu gemacht.
ist kurtz abgebrochen und schlecht von senden gesagt, gar nichts, [...], was der befelh were, das die Juden mochten die lucken ynn solcher rede mit solchem fleyschlichen verstand fullen und dencken: [...].
sie
[Junker]
lesen nichts, sondern suchen nur eitel lücken, da sie lestern [...] mügen.
Deus lesst im ein lucken offen.
Ders. Hl. Schrifft.
Jes. 58, 12
(
Wittenb.
1545
):
vnd solt heissen / Der die Lücken verzeunet
zuynbuyer
zaunmecher
]
/ vnd die Wege bessert.
vnd wil widerbawen die hütte Dauid / [...] / vnd jre Lücken
zerrütten ding
; Var. T und F:
verwustung
]
wil ich widerbawen.
Kollnig, Weist. Schriesh.
150, 40
(
rhfrk.
,
1517
):
haben die von Hohensachßen [...] dieselbige lucken an den bannzäunen zue strafen.
Kehrein, Kath. Gesangb.
(
Nürnb.
1631
):
Weil du [Jesu Christ] vns vorgangen bist, | Durch die enge Lucken
(hier ütr.).
Grimm, Weisth.
(
wobd.
,
15. Jh.
):
Er sol och wa ein lukü ist verstossen, [...], mit einem burdi dornen.
Fuchs, Murner. Geuchmat
3847
(
Basel
1519
):
Jch weiß, das ich myn luck verstandt, | Wo boͤse wyb zuͦ schaffen handt.
Klein, Oswald
76, 20
(
oobd.
,
v. 1408
?):
Als ich den kle hett angemät | und all ir lucken wolverzeunt | dannocht gert si, das ich jät | noch ainmal inn der nidern peunt
(hier obszön übertragen).
leicht kompt zu mir, die mich erweckt | [...] | gesloffen durch die lucke | schon mit getucke.
Winter, Nöst. Weist.
(
moobd.
,
1546
):
ob der frid nit guet wër und ein lucken wär do ein järige saw durchschliefen möcht oder ein ochß daruber springen mocht, so erkennt man das wandl darauf um 12 ₰.
Siegel u. a., Salzb. Taid.
(
smoobd.
,
1637
, Hs.
E. 17. Jh.
):
so mag der ambtman zu st. Geörgentag in die lucken stehen, dennen underthanen gebüeten [...], wessen die lucken sei, alsdan solle deren anmasser [...] die lucken inerhalb nechst darnach volgenden 8 tagen vermachen.
so soll das esster hinten nach im zuefahlen, darnach in dreien tagen alle lucken abkert [...] werden.
wo es [schwein] aber hinwiderkompt, so mag ers erschlagen und solle das schwein in die lucken legen wo es hineinkomen ist.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
(
m/soobd.
,
17.
/
18. Jh.
):
welcher im durchgehen und -fahren ain gatter oder lucken nicht zuemacht.