erkälten,
V.;
zu
mhd.
erkelten
›etw. abkühlen; jn. durch Senken der Körpertemperatur krank machen, frieren lassen‹
(
Mwb
1, 1940
);
Kausativum zu .
›etw. (zu) kalt machen, werden lassen; etw. kühlen; e. S. (einem Körperteil, Organ) Kälte zuführen‹; ›jn. durch Senken der Körpertemperatur schädigen, krank machen‹; teils im Sinne der Humoralpathologie; zu 2, vgl. (Adj.) 2; (V.) 2.
Phraseme:
das warme bad Neronis erkälten
›selbst das Angenehme zunichtemachen‹.
Bedeutungsverwandte:
(V.) 3, , , .

Belegblock:

Belkin u. a., Rösslin. Kreutterb.
174, 2
(
Frankf.
1535
):
Der stein macht den menschen keusch vnd die inwendige hitz erkeltet.
Bihlmeyer, Seuse (
alem.
,
14. Jh.
):
do sin adren und natur erkeltet und verwuͤstet waz
[nach langjähriger Selbstkasteiung],
do erschein im [...] ein himelsches gesinde.
Plant u. a., Main. Naturl.
297ra, 24
(
ohalem.
, Hs.
E. 14. Jh.
):
ein ieglich m̄sche enziehe sich trinkennes [...] aller meiste kaltes wazzers vf dc essen wan ez erkeltet den magen.
Henisch (
Augsb.
1616
):
Er erkaͤltet auch das warm bad Neronis. [...]. Von einem vngeschickten [...] Menschen / der so redet vnnd schreibet / daß er auch das waͤrmste bad kuͤnt erkaͤlten.
Drescher, Hartlieb. Caes. (
moobd.
,
1456
/
67
):
derselbe [múnch] von úbrigen vassten und auffhaltung von essen [...] seinen magen so ser erchelt hett, das er chawm ettleich chlain speise empfieng.