erglühen,
V.
›entbrennen, aufleuchten, zu glühen beginnen‹; überwiegend ütr. auf starke Emotionen (z. B.
liebe
) oder auf den als Ursprung, Sitz derselben gedachten Ort (das
herz
); trans.: ›etw. / jn. zum Glühen bringen, entflammen‹;
vgl. 2; 3, 1; 2.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 3, 4, , 15, 3, 3.

Belegblock:

Lappenberg, Fleming. Ged. (o. O.
1635
):
[die Liebe] erglüht die Herzen für und für.
Reissenberger, Väterb. (
md.
, Hs.
14. Jh.
):
Ir herze in vorhten wart irgluet.
Vil dicke ich [tuvel] sine gemute ir glue | Swanne ich in an zorn mue.
Daz sin die tuvel mit ir schar, | Die die Gotes holden muen | Unde sie an bosheit irgluen.
Stammler, Berner Weltger.
19
(
ohalem.
,
1465
):
Der himel erglyet zestund.
Ebd.
688
:
Jn der helle mit marter groß, | Da soͤnd sy [...] | [...] von noͤten dik erglyen | Vnd ach vnd we dik erschrien!
Fichtner, Füetrer. Trojanerkr.
511, 4
(
moobd.
,
1473
/
8
):
Sein hertz vor grimm und zorn im ergluet’.