erfrören,
V.;
Faktitivum zu (V.).1.
›jn. / etw. mit Kälte, Frost heimsuchen, durch Kälte schädigen, verderben, töten‹; auch: ›jn. / etw. (durch Kälteeinwirkung) leiden, (ab)sterben lassen‹ (häufig bildlich); gelegentlich refl.: ›sich verkühlen, einen Kälteschaden, eine Erkältung bekommen‹; vgl. (V.) 1; 2.Syntagmen:
jn. / sich / etw
. (z. B. den wein, die sele, das korn, die blühen / weinstöcke
) e
.; etw
. (Subj., z. B. die sele
) erfrört sein / werden
.Belegblock:
wer sich erfrört hat, dem hilff also: [...].
Wie ain reiff den wein erfrört.
seid hat mein leib mit leid vortreib vil mangen strauss | gelitten, und ist halb mein freud erfröret.
von ersten jenner ich nicht spar, | der mich dick keltet und erfröret.
2.
›etw. (zu Eis) gefrieren, durch Kälte, Frost hart, fest und starr werden lassen‹; auch ütr.: ›etw. (z. B. das Herz) hart, gefühllos werden lassen‹; zu (V.) 3.Belegblock:
O du grewlicher kalter winter, | [...] | Der du erfrörest laub und graß.
In dir hört man wolff hewlen, | Erfrorest wun und waid.
[Jupiter] gschaffen hat den merzen, | Der euch erfrört im leib die herzen.
daz in [Snê] diu kelten zehant durchgê und derfrœr und mach in hert.