summist,
der
.
›Vertreter der scholastischen Lehre, wie sie in den großen
summen
der Zeit entfaltet wird‹;
vgl. am ehesten 1 und 3.
Bedeutungsverwandte:
.
Wortbildungen:
summistenbuch
›Lehrsumme scholastischer Theologie‹ (dazu bdv.: ).

Belegblock:

Luther, WA (
1525
):
Des das gantz geschwuͤrm des Bapsts und Summistenbuͤcher vol sind, Haben dadurch die Leute vertroͤstet gen Himel zu bringen.
Ebd. (
1528
):
hab ich die Papisten ynn die buͤcher geiagt, und sonderlich ynn die schrifft, und den Heiden Aristotelem und die Summisten sampt den Sophisten mit yhrem Sententiarum vom platz getrieben.
Schade, Sat. u. Pasqu. (
obd.
1525
):
Huͦrenwirt. Die summisten sagen nach der meinung Richardi, wann ainer zuͦm bischof ordiniert wirt, so fragt man in, ob er wiße oder künde das alt und neu testament, so spricht er jo und aber leugt, der sündet tötlich.
V. Anshelm. Berner Chron. (
halem.
,
n. 1529
):
Nach dem immiss sind die meister und studenten zuͦgefaren und hond mit ofner mummerî uf einem wagen hinussgefuͤert ablasbrief, bullen, summisten- und sofistenbuͤecher.