summer,
der
;
–/-n
, teils
summerin,
sommerin,
summerein
(diminuierend);
zu
mhd.
sumber
›Geflecht, Korb‹
,
ahd.
sumbar, -i, -īn
›(geflochtener) Korb‹
(
Splett, Ahd. Wb.
1, 2, 963
), vgl.
summer
›Korb, Getreidemaß‹
().
1.
›Korb mittlerer, handhabbarer Größe‹; speziell: ›Bienenkorb‹.
Bedeutungsverwandte
(bzw. Orientierungsfeld): 4, 1, 1, (in den Wörterbüchern nicht gebucht), , 1; 2, .

Belegblock:

Mon. Boica, NF. (
nobd.
,
1. H. 15. Jh.
):
dy ein tzellige [...] gibt meinem hern hertzog Hannsen auff den ampthoffe [...] 4 suͤmerein getreides.
Ebd.
2, 1, 40, 17
(
1464
):
Wonn aber eyner die [zeidelweyd] aufgeben will, das sol er auch thuͦn vor der gericht eynem mit eynem schilling haller, mit eynem zeidelseyl, mit einem sumerin oder kreyen genant, mit einer pewnthacken, mit zweyen ymen und eynem swarm.
Gierach, Märterb.
15602
(Hs. ˹
moobd.
,
A. 15. Jh.
˺):
die fraw ïr huet do wielt | da sy iren flachs inne behielt; | dew sümber leit sy gar auf sie, | daründer sis verpark hie.
2.
›unterschiedlich bemessenes Trockenmaß‹ (vorwiegend für Getreide, vereinzelt für Brot, für Kalk); der
summer
umfasst ein Achtel eines Malters; 12 Metzen; 25
alkür
, ein portugiesisches Getreidemaß.
Gehäuft Rechts- und Wirtschaftstexte.
Bedeutungsverwandte
(bzw. Orientierungsfeld): , 3, ,
1
1; 2; 3, , 2, 2.
Syntagmen:
ein gut x s. kornes geben, j. x s. brotes aus der pfisterei füren (mögen), x s. kalkes füren (in die stat), jm. x s. kornes geben / gewären, x s. meles backen, 12 metzen 1 s. machen, j. x s. kornes geldes haben
;
der s. x florin gelten
;
1 alkür auf ein(en) s. korn schätzen, mel mit summern backen, das korn mit dem s. ausgeben
(z. B.
zur müle
),
eine arbeit mit einem s. ausrichten, etw. mit summern überschlagen, von einem s. x heller nemen
;
der s. weiz
;
der s. habern / kornes / meles / kalkes / brotes
.
Wortbildungen:
summerer
wohl ›Hersteller von Trockenmaßen‹ (a. 1326f.).

Belegblock:

Buch Weinsb. (
rib.
,
1566
):
leissen den burgern meil mit malder und summern selbst zu backen.
Krebs, Prot. Spey. Domkap.
1, 51, 2
(
rhfrk.
,
1500
):
Dem lantschriber [...] ist gegundt, das er alle wochen zway somerin brots usser meiner herrn pfistery nemen moge.
Schmidt, Frankf. Zunfturk.
1, 53, 24
(
hess.
,
1500
):
das eyn iglicher becker [...] eynem iglichen burger, [...], eyn sommern oder ein halb achtell oder eyn achtel meles in sin huß backen sall.
Hoffmann, Würzb. Polizeisätze
58, 27
(
nobd.
,
1343
):
daz ein ieglich man daz korn sol mit der metzen enpfahen und mit dem sumerin wider uzgeben.
Chron. Nürnb. (
nobd.
,
1432
):
3 wochen vor weinachten, da galt 1 sumer korns 3 fl.
Mon. Boica, NF.
2, 1, 276, 17
(
nobd.
,
1464
):
zwelf metzen machen ein somerin korns.
Ebd.
289, 26
:
ein gute zwͦ Erelbach. Darvon gibt er jerlichen 2 somerin korns und 2 somerin habern.
Lexer, Tucher. Baumeisterb. (
nürnb.
,
1464
/
75
):
Man gibt von einem summer kalcks herein zu furen in die stat ietzunt zwelf pfenning.
Voc. Teut.-Lat.
ff vjr
(
Nürnb.
1482
):
Sumerin scheffel mutt maschafft. modius.
Müller, Welthandelsbr.
262, 20
(
schwäb.
,
1514
/
5
):
25 alkür schetzt man auf ain sümer korn.
Steinberger u. a., Urk. Hochst. Eichst.
401, 32
(
noobd.
,
1352
):
Si hat auch iezot acht suͤmerein koͤrns geltes von den herren auf der Newen stift ze Spalt.
Wolf, Gesetze Frankf.
315, 21
;
Mon. Boica, NF.
2, 1, 45, 15
;
310, 20
;
Lexer, a. a. O. ;
v. Keller, Ayrer. Dramen ;
Bücher, Berufe Frankf.
1914, 125
.
Vgl. ferner s. v. .