subprior,
auch dissimiliert:
subpriol,
der
.
›Subprior, in der klösterlichen Hierarchie unter dem Abt stehende leitende Person eines Klosters; Stellvertreter, Gehilfe des Abtes‹; ütr. auch auf die Hierarchie mönchischer Werte bezogen, s. u. im Beleg
Rieder
die Reihenfolge von
prior
(für ),
subprior
(für 1; 4),
schafner
(für 1; 3),
furcht
(für ),
demütigkeit
(für ), 6; 8 (für ,
die
, 2).
Wortbildungen:
subpriorin
.

Belegblock:

Bihlmeyer, Seuse (
alem.
,
14. Jh.
):
Zartú min meisterin supriorin! Swer da widerstrebet, daz er von gehorsami muͦs tuͦn, der machet ime selben ein sweres leben.
Rieder, St. Georg. Pred. (Hs.
um 1330
):
ob man ainen bruͦder zuͦ ainem amptman
[Var.:
aine swestʼ zainer priolinvn alde zainer suppriolinvn] erwelt, so [...].
Ebd. (Hs. ˹
önalem.
,
1387
˺):
In der sele closter sol Got únser herre prior sin, beschaidenhait subprior, armuͦt schaffner, vorhte portner, demuͤtkait gewant maister, minne dú regel.
Vetter, Schw. zu Töß (
halem.
, Hs.
15. Jh.
):
Von irem hailigen strengen leben warent ir die schwestren als genaͤdig das sy wol xx jar supriorin was.
Gagliardi, Dok. Waldmann
2, 46, 19
(
halem.
,
1489
):
seinem bruoder, dem supriel, 20 f. libding.
Lauater. Gespaͤnste
27v, 3
(
Zürich
1578
):
Vff soͤmlichs verhofft der Supprior / er woͤlt alles dz widerumb zuͦ eeren bringen.
Rot
354
(
Augsb.
1571
):
Supprior, Prior, Der forder / der Obrist vnter den münnichen / ausser des Abts. Supprior, Der vndter Prior, der nechst nach dem Prior.