stud,
die
,
auch
der
;
–/-e
auch
+ Uml.;
zu
mhd.
stud
›Stütze‹
();
vgl. auch ; f. (mit ausführlicher Behandlung).
›Pfahl, Pfeiler, Stütze, Pflock, Pfosten, Säule aus verschiedenem Material (oft aus Holz) und zu unterschiedlichen Zwecken‹; extensional bezogen auf den Anbindepflock für Vieh, auf Bauholz, einen Pfahl für Mitteilungen, den Stützpfeiler für Zäune, tragende Balken / Stützen, Beine für größere Behälter, Brunnensäulen und Weiteres, darunter auf übertragen zu verstehende Bezugsgrößen.
Bedeutungsverwandte
(bzw. Orientierungsfeld): , 1; 2, 1,
1
1, 1; 2, , (
die
) 1, , , 1, 1.
Syntagmen:
eine s. aufrichten / setzen, in boden schlagen, in eren halten
;
der tod die s. der gerechtigkeit, die fürsten die s. des glaubens sein
;
die s. des königs einen könig nennen
;
sich an eine s. stellen, jn. an eine s. binden, ein haus auf x studen bauen / ausbreiten, ein haupt auf eine s., ein crucifix, ein fänlein in eine s. stecken, ein brun in zwei studen mit vier rören gehen, einen ochsen von der s. nemen
;
die s. einer stat
;
die ansehenliche / grosse s
.;
der schöpfe auf studen
.
Wortbildungen:
studeln
›auf etw. bauen‹ (ütr.),
studschaf
›Behälter, der auf Beinen steht‹.

Belegblock:

Schöpper (
Dortm.
1550
):
Saul stud pfeilr / stuͤtz / fuß vndersatz stoll.
Kurz, Waldis. Esopus (
Frankf.
1557
):
Gieng hin, nam seiner sach zu gut | Ein feyßten Ochssen von der studt.
Pyritz, Minneburg
2352
(
nobd.
, Hs.
um 1400
):
Ich han auch mich beknudelt | Und lang dar uff gestudelt | Daz minez herzen inseln | Vor leide wurden winseln, | Ob mich ir trost niht salbet.
Sachs (
Nürnb.
1556
):
Als er also schlich her und hin, | Stieß er umb ein grosses stüdschaff.
Bachmann, Haimonsk. (
halem.
,
1530
):
Do Magis daz ersach, do stalt er sich an ein grosse stud vor Rengnolden.
Ders., Morgant (
halem.
,
1530
):
Als die XII fŭrsten wărend, die des krystenlichens gloubens stŭd wărend und inn sovil gemeret hattend, daz [...].
Jörg, Salat. Reformationschr.
657, 14
(
halem.
,
1534
/
5
):
Allso bleyb gemelltz houptt ein zytt lang stecken uf der stud.
Merz, Urk. Lenzb.
109, 27
(
halem.
,
1568
):
und zwar soll Lenzburg die zwo stüd vnd ein gatter in eeren halten, Staufen die zwo anderen stüd vnd ester.
Rennefahrt, Wirtsch. Bern (
halem.
,
1580
):
Die Bauherren sollen
uff dem platz am kornmerckt ein stud uffrichten lassen, darin ein fendli zestecken zum wortzeichen, daß [...].
Maaler (
Zürich
1561
):
Stud (die) Saul. Pila, Columen, Columna. Steinine Stüd oder seülen.
Dierauer, Chron. Zürich
102, 6
;
Bachmann, Morgant ;
Welti, Stadtr. Bern ;
Merz, a. a. O.
110, 3
;
Rennefahrt, Recht Laupen .