stud,
die
,der
;–/-e
auch -Ø
+ Uml.;›Pfahl, Pfeiler, Stütze, Pflock, Pfosten, Säule aus verschiedenem Material (oft aus Holz) und zu unterschiedlichen Zwecken‹; extensional bezogen auf den Anbindepflock für Vieh, auf Bauholz, einen Pfahl für Mitteilungen, den Stützpfeiler für Zäune, tragende Balken / Stützen, Beine für größere Behälter, Brunnensäulen und Weiteres, darunter auf übertragen zu verstehende Bezugsgrößen.
Syntagmen:
eine s. aufrichten / setzen, in boden schlagen, in eren halten
; der tod die s. der gerechtigkeit, die fürsten die s. des glaubens sein
; die s. des königs einen könig nennen
; sich an eine s. stellen, jn. an eine s. binden, ein haus auf x studen bauen / ausbreiten, ein haupt auf eine s., ein crucifix, ein fänlein in eine s. stecken, ein brun in zwei studen mit vier rören gehen, einen ochsen von der s. nemen
; die s. einer stat
; die ansehenliche / grosse s
.; der schöpfe auf studen
.Wortbildungen:
studeln
studschaf
Belegblock:
Gieng hin, nam seiner sach zu gut | Ein feyßten Ochssen von der studt.
Ich han auch mich beknudelt | Und lang dar uff gestudelt | Daz minez herzen inseln | Vor leide wurden winseln, | Ob mich ir trost niht salbet.
Als er also schlich her und hin, | Stieß er umb ein grosses stüdschaff.
Do Magis daz ersach, do stalt er sich an ein grosse stud vor Rengnolden.
Als die XII fŭrsten wărend, die des krystenlichens gloubens stŭd wărend und inn sovil gemeret hattend, daz [...].
Allso bleyb gemelltz houptt ein zytt lang stecken uf der stud.
und zwar soll Lenzburg die zwo stüd vnd ein gatter in eeren halten, Staufen die zwo anderen stüd vnd ester.
Die Bauherren sollen
uff dem platz am kornmerckt ein stud uffrichten lassen, darin ein fendli zestecken zum wortzeichen, daß [...].