strunzen,
V.
1.
›sich herumtreiben, umherlaufen‹.
Wortbildungen:
strunzer
›Herumtreiber, Gauner‹ (dazu bdv.: 2, 2).

Belegblock:

Österley, Kirchhof. Wendunmuth (
Frankf.
1602
):
Eben solcher müßiggänger und träger struntzern, ein sehr junger bengel, kam auch in eines bawren hoff eins morgens.
Ebd. (
1603
):
Zween junge strüntzer, auff allerley praticken und diebstahl abgericht, stunden bey einem metzger.
Struntzen / vmbher lauffen / vmbschweifen [...]. Struntzer / der draussen vmblaufft.
2.
›urinieren‹.
Bedeutungsverwandte:
14; vgl. , ,
2
.

Belegblock:

Österley, Kirchhof. Wendunmuth (
Frankf.
1602
):
[er] hielt sein membrun virile in der handt und strunzet vor sich hinauß ohn alle Referentz [...] vieler erbarer weibspersonen.