stoz,
der
;–/stotze
.– Obd.
›Block, Klumpen, Gegenstand meist grober Art‹ (allgemein); extensional im Einzelnen bezogen auf Bezugsgegebenheiten des Alltags, die hinderlich oder für irgendeinen Zweck nützlich sein können, z. B.:
a) ›mehr oder weniger steil ansteigender oder abfallender Berg, Hang, Abhang‹;
b) ›Baumstumpf‹;
c) ›Sitzmöbel, Stuhl‹;
d) ›Stutz, Block, Quader‹;
e) ›Schale, Napf, kübelförmiges Gefäß‹; metonymisch: ›Inhalt eines Trinkgefäßes‹;
f) ›gebrauchs-, handelsüblicher Klumpen‹ (z. B. von Schmalz);
g) ›Keule des Schlachtviehs‹; zu weiteren Bezugsgegenständen s. f.; –1864.
Belegblock:
Zu a):
Da gabend die 16 hundert nit vil um und zugend mit freyem muͦt den stotzen den berg uf gegen inen.
Zu b):
das die ganze almen gewesen, [...], und viel stotzen darinne gestanden haben.
wer der ist, der stozze oder ander holcz [...] verkawffet [...], der [...].
4 lb. 1 ß., 2 ß umb ain sail die stotzen uszuzichent an dem wer.
Zu c):
2 indianische stotzen oder stülein von geflochtenem reis [...], wie die Indiani daruff pflegen zu sitzen.
Zu d):
Ein gevierter hoher stotz gleich einem basament zu einer säulen von messin vergult, hat uff allen fünff seitten sonnenuhrn.
Zu e):
Da hetten ir zwölff ein thurnier | Dieser bierhelden, sach ich streyten, | Mit stotzen und kandeln zamb reytten.
hat er sinem goͤttÿ Lienhard Holtzhalm ein achtpfúndigs stoͤtzlÿ uschlid gestollen.
ein solchen stotzen! | Wenn ichʼn trunk, so müest ich kotzen.
ain klain wasservrẹn vnd ain newer stóczen vnd zway klayne schäffer vnd zwo truhen.
Zu f):
davon sol Cuͦnrat Brunmann [...] diß nachgeschriben ze zoll und ze ungelt nemen: [...] item j den. von eim blatten ziger, item j. den. von vier stoͤtzlin.
es sol oͧch kein ziger noch kes schniden ze verkoͧffen noch ziger schiben noch stoͤtzli verkoͧffen, er habi dann únser zunft.
Zu g):
Wenn sy [mexger] eim wirt fleisch gebend, [...], so sol er im den halbenteil ab dem federstuck [...] howen und den andren halbteil ab der lapfen oder hals oder uf den stotzen.