Obturare os alterius. Geschweigen ein treiben betuͤsten verstuͤmmen mundt stopffen.
das er [bischof] [...] den falschen schwetzern ain widerstand thuͦn durch ein gewiße leer und das maul stopffenn.
so bald ein prediger odder pfarher geitzig wird, so ist er kein nutz mehr, [...], Denn er [...] lesst jm schencken und das maul stopffen, das er die leut lasse thun was sie wollen.
das wort klingt, erfult himel, erden und stopfft die hell.
Mieder, Lehmann. Flor.
777, 16
(
Lübeck
1639
):
Wanns im Hauß raucht / muß man Ohren vnnd Augen stopffen.
Blümcke, Hans. Gesandtsch.
(
nrddt.
,
1603
/
05
):
Fur leddern Beutels zu den Stöpffen und Leffeln ... 8 Sch.
Meisen, Wierstr. Hist. Nuys
1296
(
Köln
1476
):
Dayr myt [hoenich] moysten vortan stoppen | Dye gud gesellen yren maegh.
Kehrein, Kath. Gesangb.
(
Köln
1619
):
Vns ruͦffet das Kindelein, | Stopff nicht die Ohren dein.
Schmitt, Fachprosa
54, 15
(
nthür.
3. V. 14. Jh.
):
wen pech stoppit di brust, beswert vnde betrubit das gehirne.
Stiparius malleus. Eyn Stopfhammer / oder schlegel.
Stopffe / oder staͤpffel
[wohl
stoͤpffel
]
m. das jenige das man in ein loch stecket [...], Obturamentum. [...] stopffen / ein loch zu machen. [...] Stopfhamer [...], Malleus. [...] Stopfholtz [...], Pilus. [...] Stopffmesser / welches man brauchet beym stopffen / in dem man hennftuch damit man in die risse treibet. [...], Culter vietoris. [...] Stopfftuch / m. und n. welches man zu den fassen braucht sie zu stopffen. [...], Lantea vietoris. [...] Stopffung / zumachung.
Stopffen / verstopffen / estouper.