salamander,
der / die
,
in latinisierter Form in 2 auch
das
;
-s/–
;
über gleichbedeutendes
lat.
salamandra
aus
griech.
salamándra
(
Kluge/S.
2011, 783
).
1.
›Schwanzlurch, Schwanzmolch‹ (auch als Eidechsenart aufgefasst); in den Belegen als Tier charakterisiert, das im Feuer lebt und nicht verbrennt.
Zur Sache:
Lex. d. Mal.
7, 1284
f.;
Urania, Fische [...]
330
ff.
Bedeutungsverwandte:
, , , 1, (
der
) 1, 1, .
Wortbildungen:
salamandrisch
›im Feuer lebend, wohnend‹ (dazu bdv.: ).

Belegblock:

Luther, WA (
1542
):
dem gifftigen Thier Salamandra, welches so kalt ist, das es auch im Fewer leben und sich enthalten kan.
Pyritz, Minneburg
3492
(
nobd.
, Hs.
um 1400
):
daz ir hertze wer enzunt | In der heißen mynnen zander | Als der wurm salmander, | Der in dem fure ist wonhaft.
Ebd.
3497
:
Daz sie in sulhen roten, | Als salmander ist gevar, | Mir mecht ir fruntschaft offenbar.
Thiele, Minner. II,
3, 65
(Hs. ˹
nalem.
/
sfrk.
,
1470
/
90
˺):
er sprach: ,fraw, ir czundt al an: | all myn glider brynnen als salmander, | [...]‘.
Sudhoff, Paracelsus (
1537
/
41
):
Pyromantia gibt seine zeichen [...] in spectris durch salamandrisch, ethnisch und andere geister, die in feursgestalt erscheinen.
Ebd. (
um 1535
):
Hie stet ein salamander oder ein wüester wurm mit einem menschenkopf und gekrönet mit einer kron und ein bapsthut darin.
Koppitz, Trojanerkr. (Hs. ˹
noschweiz.
,
15. Jh.
˺):
Alsam der salamander | Wüttett in des füres glütt, | Sam tet der zartte ritter gütt. | Dem edlen tierr geliche.
Martin, H. v. Sachsenh. Tempel
1172
(
schwäb.
,
1455
):
Des tüfels für salmanders, | Des flammen sind gar heiß.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
diu salamander ist vierfüezig und hât ain antlütz sam ain egdehse.
dâ von ist stellio ainer andern lai slangen dann diu salamander.
Mayer, Folz. Meisterl. ;
Pfeiffer, a. a. O. ;
Fichtner, Füetrer. Trojanerkr.
322, 4
;
2.
›wollfaserartiges Mineral‹; als Metonymie mit Ütr. anschließbar an 1.
Bedeutungsverwandte
(bzw. Orientierungsfeld):
1
8, 7, .

Belegblock:

Belkin u. a., Rösslin. Kreutterb.
148, 1
(
Frankf.
1535
):
ist villeicht das / das die Teutschen Salamander heyssen / dann die woll die von dem thier salamander
[dies zu 1]
gesamlet würt / ist gleich diser wollen
(des Steins
Iscultos
).
v. Tscharner, Md. Marco Polo
14, 30
(
osächs.
,
2. H. 14. Jh.
):
Das salamandra ist keyn tyr noch slange, als man spricht. Is ist eyn gank odir eyn odir in disim berge, by der der groze chaam let grabin das do werde salamandra.