sachsen,
das
;
vgl.
lat.
saxonia
.
Name sowie Appellativum für ein ›als sprachlich, politisch und kulturell zusammengehörig verstandenes Gebiet mit zeit-, kontext- und perspektivenspezifisch unterschiedlicher Grenzziehung‹; im Einzelnen (in den Belegen nicht immer eindeutig unterscheidbar): ›Siedlungsgebiet der alten
sachsen
im norddeutschen Raum‹; ›Stammesherzogtum Sachsen zwischen Niederrhein und Unterelbe‹; ›Kurfürstentum der Wettiner‹.
Zur Sache:
Lex. d. Mal.
7, 1223
ff.

Belegblock:

Luther, WA (
1519
/
20
):
Es ist eyne edle berumbte Graffschafft ynn dem Bistumb zu Halberstatt und Furstenthum zu Sachsen gelegen, die heyst Mansfelt.
Ebd. (
1524
):
Aber dahynden ynn Sachsen umb Luneborg und Holsteyn, da macht mans recht grob, das nicht wunder ist, ob eyner den andern fresse.
Ebd. (
1529
/
30
):
wenn wir also sagen: Sachsen odder Saxonia hielt fest, da man den Keiser welet [...], Hie mit meinen wir nicht mehr denn hertzog Fridrichen zu Sachsen, die einzele person.
Ebd. (
1529
/
32
):
Kennestu auch eine Stad, die heisst Halle jnn Sachsen?
Ducis nostri dominium est Sachsen, Dhoringen, Meyssen. Christi autem dominium est omnes credentes, quorum dominus est.
Chron. Köln (
Köln
1499
):
keiser Henrich van Sassen: der erweirde sich der Ungerer ind erhoif dat rich eirlichen.
Turmair (
Nürnb.
1522
):
Henrich XI., herzog in Bairn und Saxen, [...] hat allain Braunschweic pehebt.
Sachs (
Nürnb.
1562
):
Fro sollen deß all kauffleut sein, | Daß alle strassen werden reyn | In Francken, Bayren, Sachssen, Schwaben.
Grossmann, Unrest. Öst. Chron. (
oobd.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
hertzog Sigmund hat gehabt zwo eeliche hawsfrawn, die erst des kunigs tochter von Schotten, [...] die annder ain hertzogin von Saxen.