runzeln,
V.
›etw. in Falten legen, krausen‹; refl.: ›faltig werden‹; ›sich zusammenziehen‹;
vgl. .
Phraseme:
die nase runzeln
›die Nase rümpfen‹;
die stirn runzeln
›über etw. nachdenken, e. S. gegenüber skeptisch sein‹.
Bedeutungsverwandte:
2, .
Syntagmen:
der apfel r
. (absolut);
die haut sich r., etw
. (Subj.)
sich in kleinen runzeln r
.; als part. Adj.:
der gerunzelte mund, die gerunzelte haut / stirn, das gerunzelte angesicht
.

Belegblock:

Lappenberg, Fleming. Ged. (
1631
):
die ausgefleischte Haut | wird schlaff und runzelt sich.
Mieder, Lehmann. Flor.
880, 2
(
Lübeck
1639
):
Ein Apffel / der runtzelt / fault nicht bald.
Luther, WA (
1535
):
Et tamen dicit, [...] quod ista Sanctitas coram mundo tam greulich, ut non libenter ansehe, runtzel die nasen, dunckt, sie stinckt.
Oorschot, Spee/Schmidt. Caut. Crim. (
Frankf./M.
1649
):
vnd traͤgts sich zu / daß eines [...] Vnschuld an Tag kompt [...] da runtzeln sie die Stirne [...] daruͤber / seind vbel zu frieden.
Karsten, Md. Paraphr. Hiob (
omd.
,
1338
):
mine hut ist verderret, | Geruntzelt und zu zerret.
Mayer, Folz. Meisterl. (
nobd.
,
um 1480
):
in dem weg liff ir entgegen ein alte fraw mit einem gerunczelten angesicht.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
wer ain gar gerunzelt stirn hât, der ist unschämig.