ruhsam,
Adj.
›unbeeinträchtigt von Sorgen oder Gefahren‹; ›zufrieden, gelassen, zuversichtlich‹ (als Geisteshaltung);
vgl. 4; 5; 6.
Bedeutungsverwandte:
4; vgl. 1, 2.

Belegblock:

Kurz, Waldis. Esopus (
Frankf.
1557
):
All menschen begern ein rhusam leben, | Eh sie verstehn, wers jn kan geben.
Sachs (
Nürnb.
1534
):
Den fried verender ich inn streyt, | [...] | Die ruhsamen inn arbayt, quel, | Die nutzhafften inn brechling schaden.
Ebd. (
1538
):
Ich nehrt mich rhusamlich | On sorg und groß gefer.
Ebd. (
1553
):
Da wöllen alle beide wir | Uns aller grossen sorg entschlagen | [...] | Und wöllen leben rhusamlich.
Spechtler, Mönch v. Salzb.
43, 8
(
oobd.
,
3. Dr. 14. Jh.
):
gib rue in dir, das uns icht ferr | ein ruesam nacht in unser acht.
Bauer, Imitatio Haller
54, 15
(
tir.
,
1466
):
pis andechtig vnd ruesam, so würt Jesus pey dir peleiben.
Kurz, a. a. O. .