rosengarten,
der
.1.
›eingehegter, geschützter Ort mit Anpflanzung verschiedener Arten von Rosen‹; in 1 Beleg zugleich: ›Ort heldenhafter Bewährung; Kampfplatz, Turnierplatz‹; in Texten religiösen Inhalts in verschiedene Richtungen ütr., z. B.: ›Ort des Glücks und der Sorglosigkeit; Lustort‹; ›Himmelreich‹; auch bezogen auf Annas Schoß, in dem die rose
Maria gewachsen ist; vgl. 1; 5, (der
).Phraseme:
im rosengarten sitzen
›ein angenehmes, sorgenfreies Leben führen; im Glück leben‹.Belegblock:
[der ausserhalb dem Ehestande lebet] lest sich duͤncken, der Ehestand sey nur ein Rosengarten.
ander leut haben auch yhr anfechtung, creutz und ungluck, wie wol sie ein zeitlang ym Rosengarten sitzen und des glucks und guts nach allem jrem willen brauchen.
hie sitzen wir unter dem schutz wie jnn einem rosengarten.
der [Bapst] ist im Rosengarten und Paradiß, das ist: in aller ruge und fuͤlle gesessen.
Nach cristenlichem rume | Wart er
[vormals
ein heidenischer ewarte]
ein schone blume | In dem rosengarten Gotes | Und ein lerer sines gebotes. O Ros, schoͤne Ros, | In S. Annae Schoß, | Was ein Rosengart?
Grymhilt hatt gen Wormbs am Reyn in den Rosen garten der eyner meylen lang / und eyner halben meilen breyt was [...] fordern lassen.
Luther, WA ;
Peil, Rollenhagen. Froschm.
77, 1050
; Anderson u. a., Flugschrr.
2, 8, 23
; Niewöhner, Teichner
216, 203
; Voc. Teut.-Lat.
bb iijr
; 2.
eine Heldendichtung; als Metonymie anschließbar an 1.Zur Sache:
Lex. d. Mal.
.7, 1034
Belegblock:
Im Rosengarten stehet also geschriben / wie Hiltebrandt Dieterich von Bern straffest seines gähen zorns halben.