rod,
die
;wohl über
vgl. f., auch mit Hinweis auf mögliche Beziehungen zu rätorom.
roda
aus lat.
rota
›Rad; Wagen‹
; rotte
.1.
›Runde, Tour; (rechtlich geregelte) Reihenfolge zur Verrichtung verschiedener Tätigkeiten in einem Gemeinwesen‹. Belegblock:
2.
›Transport von Waren im Alpenraum nach einer festgelegten Ordnung durch Transportgenossenschaften (Rodfuhrwesen)‹; meist metonymisch: ›(Rod)fuhrweg‹; ›(Rod)fuhre‹; ›(Rod)wagen‹; als Spezialisierung zu 1 auffassbar.Zur Sache:
Baer/Fried, Katalog Schwaben/Tirol.
ff.; 2, 240ff.1989, 1, 28
Überwiegend tir.
Syntagmen:
ein r
. (Subj.) x fl. zalen
; das gut
(Subj.) auf der r. gehen, j. etw
. (z. B. kupfer / salz, güter
) auf der r. füren / senden, etw. durch furleute auf der r. dahin schicken
.Belegblock:
Von Telfs gen Reitta auf der rod zu fueren.
ob aber guͦt auf der agx gen Uenedig gieng, sol der wagen geben iii g.; giengs aber auf der rod, sol der wagen geben ii g.
ain yeder zollner muͦss aufgeber sein aller kaufmanschatz vnd den kaufleuttẹn die rodwëgen wyssen lassen.
Das saltz und kupfer, so bishĕr aŭf der rod von Hall hinaŭf gefŭert, [...] fŭere man yetzo aŭf dem wasser hinaŭf.
Item [...] an die F. D. zŭ begern [...] schalckiarzins unnd alle rot- oder pallenfŭeren abzestellen.
Wann sy aber zu Botzen nydergelegt werden, daz es die rodleut [...] für mein verwesung fueren muessen.
Von Schongau per Augspurg zalt ain rodt auf dem Lech auf den flössen hinab [...] fl. 3 kr. 46.
Ebd.
250, 18
: [Die fuerleit] fieren sy [gueter] selbs nit hiniber, sonder schickens durch andere fuerleit auf der rod und auf der ax dahin.
Schulte, Rav. Handelsges. ;
Vorarlb. Wb.
2, 744
.