rinkeln,
rinken,
V.
›etw. (meist: Schuhe) verschnüren, mit einer (gebogenen) Schnalle verschließen‹; mit Bezugsgrößenverschiebung und ütr.: ›etw. (z. B. eine Aussage, Auffassung u. dgl.) zurechtbiegen, verbiegen‹;
zu .
Phraseme:
jm. die sporen
[wie]
rinken
›jn. wie beeinflussen‹.
Bedeutungsverwandte:
2
; vgl. 4, 1, 2.
Wortbildungen:
rinklerin
hier wohl ›Betrügerin‹.

Belegblock:

Luther, WA (
1529
):
ich wuͤrde yhm die sporen anderst gerinckt und yhn gelernt haben, wie er solt nach frembden brieffen grobeln und darauff trotzen.
Buch Weinsb. (
rib.
,
1572
):
Glichfals hab ich lederen hohe sclechte schoin, swarz, getragen, ront vur umb den fois nit gerinkt, dan mit ein antrecker dede man sei an.
Sachs (
Nürnb.
1524
):
[Schuster.] Da werdt ir münch und pfaffen besteen, wie die Rincklerin
[hier als sprechender Name aufgefasst]
: die ließ die oren am pranger.
Pfeiffer-Belli, Murner. Kl. Schrr.
6, 43, 9
(
Straßb.
1520
):
Alle pfaffen vnd pfeffinne weren deiner meinung / da hin du es dan rinckelst / da mit du wol zuͦ verston geben hast wa dir das herz ligt.
Kurz, Murner. Luth. Narr (
Straßb.
1522
):
Allein wie listig mit geferden | Der buntschuͦh moͤcht gerincklet werden.