rinke,
der
;–/-n
;zu
ff.; .mhd.
rinke
›Spange, Schnalle‹
(); zur etymologischen Verwandtschaft und zu semantischen Überschneidungen mit ring
(der
) s. Kluge/S.
; 2011, 768
›haken- oder ringförmiges Verbindungsglied, Scharnier; Befestigungsmechanismus, Schließvorrichtung‹; im Einzelnen: ›Schnalle, Spange (z. B. an einem Gürtel, Schuh)‹; ›Türklinke‹; ›Verschluss an einem Helm‹; seltener: ›Tragring, Haltering, Kettenring, Öse, (Geschütz)henkel‹; in 1 Beleg bei
Luther
: ›vorschriftsmäßig zu tragendes kreisförmiges Zeichen an der Kleidung von Juden‹; ütr.: ›Schlich, Tücke, Gaunerei‹.Phraseme:
rinken giessen
›krumme Dinger drehen‹; er wird den rinken an der tür lassen!
in etwa: ›wir werden es (seine Amtszeit) überleben (wörtlich: er wird die Klinke an der Tür lassen)!‹.Wortbildungen:
rinkelmacher
Belegblock:
12 m. vor 2 snydtysen und vor 2 rincken dorzu und 1 sch. vor tragelon.
[die schwermer] machen aus dem abendmal ein symbolon, das ist ein malzeichen, da bey man die Christen eusserlich erkenne, wie man die bettler und Juden an den gelen rincken kennet.
Dat ander ein par mansschoin mit drin stucken mit einem rinken up deme voisse.
Ich trage hohe ledern schoin an die enkel seir nach oben dem fois zo, sonder riemen oder rinken.
[er] traff jn dermassen auff deß Helms nagel vnd rincken, daß jm derselbige vom kopff fiel.
alsus wart gezieret Wolf her Dieterich, | ein borte gut von siden, die rinken von golde rot.
Hanns Heintz, ein rinckelmacher, hat zwai schloß von seinem haus über die gassen.
Sy kynnendt sich so dückisch weren, | Den sy vil rincken / ranckens wissen.
Iedem man ainen portten, | Der [...] | Mitt golde und mit gestaine | Ist beschlagen raine: | Da sol gemain guldin | Rincken und senkell sin.
Rincken seind krumm / und man bleibt oft drinnen behangen / Also giessen Rincken / die mit aller buͤberey umbgehn / andere leüte damit zuͦ betriegen.
Ebd.
103, 19
: Also sagt man von Newen Amptleüten [...] Ey lieber laß gehn / er wirdt den Rincken an der Thür lassen / das ist / er wirt ain ende nemen.