ringe,
die
;
in 2
die / der
(?).
1.
›Leichtigkeit (des Gewichts)‹; auch ütr., z. B. auf Gemütszustände, Gesinnungen, Stimmungen u. Ä.: ›Unbeschwertheit; Leichtfertigkeit‹; vgl.
2
(Adj.) 1; 2; 4.
Bedeutungsverwandte:
; vgl. 1; 3,
1
1, 1; 2.
Gegensätze:
1.

Belegblock:

Maaler (
Zürich
1561
):
Ringe / Fertige (die) Agilitas, Celeritas, Gracilitas. Ringe deß gemuͤts. Alacritas.
Spechtler, Mönch v. Salzb.
28, 13
(
oobd.
,
3. Dr. 14. Jh.
):
alle swär zu tal sich hebt, | alle ring in lüften swebt.
2.
›harter (ringförmig abgeschnittener) Rest des Brotlaibes, Knäppchen, Brotkanten; Brotrinde, Brotkruste‹; ütr.: ›Geringwertiges‹; vgl.
2
(Adj.) 6; (
der
) 1; 4.
Zur Wortgeographie für ,Brotkruste‘ in den rezenten Mundarten des Deutschen s.
Dwa
4
; dazu auch
Mitzka, in: ZMaf
23, 1955, 39
–45.
Bedeutungsverwandte:
, , 2; vgl. , 7.
Wortbildungen:
ringelchen
.

Belegblock:

Luther, WA (
1532
):
das ich jm ein heller odder die ringe vom brod wolt geben.
Ebd. (
1532
):
so arm, ut posteri non habeant ein ringe.
Ebd. (
1538
):
Das kleine punctlein, das noch vom segen da ist, kan der Teuffel nicht leidenn. Das renfftlin, das ringelchen.
Ebd. (
1537
/
40
):
die edelleuthe und amptleuthe, die nemen den pfarherrn auch noch die ringen vom brodt.