rieseln,
V.
›sich (vom Himmel herab) ergießen; tröpfeln, leicht regnen; plätschern‹ (von Flüssigkeiten, überwiegend von Wasser gesagt); ›wo herabrieseln‹ (z. B. von Sand, Korn, Mehl u. Ä. gesagt); subst. auch: ›Rinnsal‹; vgl. (V., unr. abl.) 1.
Belegblock:
Auff der andern seiten / war ein [...] Berg zu schauen, an dessen Wurtzeln ein klahrer Brunnen mit seinem silberglaͤntzendem rieselen auß dem Berge [...] sprang.
Si [die zarte] ist gein mir so vest gemuͤt, | Daz si irre gut suße fluͤt | Niht wil uff mich lan riseln.
wie geswind | Sint heint die külen wind. | Ich spur des riselns nesß.
sind in den sternen trökni, das ist der schnê, das ist das rislen, das ist der reif, das sind die grandines.
riselen / ein wenig regnen [...]. Es (riselt) draussen.
der [...] regenpog kümt dâ von, daz der wolken dunst an dem himel gleich gezaist ist und dünn mit ainer gaistleichen fäuhten, alsô daz dar auz gar klain riselndiu tröpflein würden.