rieseln,
V.
›sich (vom Himmel herab) ergießen; tröpfeln, leicht regnen; plätschern‹ (von Flüssigkeiten, überwiegend von Wasser gesagt); ›wo herabrieseln‹ (z. B. von Sand, Korn, Mehl u. Ä. gesagt); subst. auch: ›Rinnsal‹; vgl. (V., unr. abl.) 1.
Bedeutungsverwandte:
vgl. , ,
1
, ,
1
2, (V.) 1.

Belegblock:

v. Ingen, Zesen. Rosenw.
10, 2
(
Hamb.
1642
):
Auff der andern seiten / war ein [...] Berg zu schauen, an dessen Wurtzeln ein klahrer Brunnen mit seinem silberglaͤntzendem rieselen auß dem Berge [...] sprang.
Pyritz, Minneburg
2007
(
nobd.
, Hs.
um 1400
):
Si [die zarte] ist gein mir so vest gemuͤt, | Daz si irre gut suße fluͤt | Niht wil uff mich lan riseln.
Mayer, Folz. Meisterl. (
nobd.
,
um 1480
):
wie geswind | Sint heint die külen wind. | Ich spur des riselns nesß.
Sudhoff, Paracelsus (
um 1520
):
sind in den sternen trökni, das ist der schnê, das ist das rislen, das ist der reif, das sind die grandines.
riselen / ein wenig regnen [...]. Es (riselt) draussen.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
der [...] regenpog kümt dâ von, daz der wolken dunst an dem himel gleich gezaist ist und dünn mit ainer gaistleichen fäuhten, alsô daz dar auz gar klain riselndiu tröpflein würden.
daz uns der regenpog schein, daz zuo gehœrnt diu dreu: diu sunn [...], daz geschickt riseln [...] und daz gesiht ze mitlist.