richtsteig,
der
;
–/-e
.
›direkter Weg über ein Stück Land‹; möglicherweise auch: ›Grenzpfad‹; ütr.: ›direkter Weg zu einem gewünschten Ergebnis‹; vgl. 2, I, 1.
Bedeutungsverwandte:
; vgl. .
Gegensätze:
.

Belegblock:

Kisch, Leipz. Schöffenspr. (
osächs.
,
1523
/
4
):
Nachdem ir [freund] uns [...] gefraget, [...] ab man die messung tuen solle nach dem richtsteige, faerwege ader uber zwerfelt.
M. Cunitia. Ur. Prop. (
Öls
1650
):
Zu diesem Ende nemlich dem Leser den Kern vnd Nutz der Stern⸗Kunst zu weisen / und solches durch einen leichten / kurtzen / schnurgeraden richtigen weg / (mit solcher gewißheit / alß zu unserer Zeit / und in solchen Richtsteigen zu hoffen moͤglich /) hab ich mich einer solchen Arbeit [...] vnterwunden.
Voc. Teut.-Lat.
bb jr
(
Nürnb.
1482
):
Richtsteig. limes itis. odʼ steig.
Winter, Nöst. Weist. (
moobd.
,
1543
):
Vermerkt mer das wier unser viech haltn [...] unz an des Pölan gartn zu dem richtsteig der da geth von Paristorff werts gen Obern-Rauellspach.
Preuss. Wb. (F)
2, 226
.