richthof,
der
;
–/-e
.
›(herrschaftlicher) Hof, an dem die ländlichen Gerichtssitzungen abgehalten werden‹;
Bedeutungsverwandte:
.

Belegblock:

Toeppen, Ständetage Preußen
1, 499, 17
(
preuß.
,
1427
):
Keyn gebietiger sal syne hoffe buwen mit dem lande, sunder czu fuwre und czum heben sullen sie helffen noch gewonlichem scharwergke, usgenomen die richthoffe.
Ebd.
2, 403, 9
(
1442
):
daz alle fryen keyne bwerliche erbeit sullen thun, sunder alleyne dy richtehofe zcu buwen unde zcu halden.
Grimm, Weisth. (
pfälz.
,
1555
):
weisen wir, das unsere gn. h. zu Nassau uber hals und halsbein zu richten haben, und deszwegen ein stock stehen soll in dem rihethof.
Toeppen, a. a. O.
2, 361, 18
;
Grimm, a. a. O. ;