richt,
richte,
Adj.,
als
Adv.
auch:
richts
.
1.
›sofort, geradewegs; direkt, geradeaus‹; vgl. II, 1.
Phraseme:
zu richte
.
Bedeutungsverwandte:
1; 2; vgl. , 1; 2, 1.

Belegblock:

Loesch, Kölner Zunfturk. (
rib.
,
1404
):
ind eme daan truwelichen zo dienen eicht jair lank, die richts naeinander volgende.
Chron. Köln (
rib.
, Hs.
1. H. 15. Jh.
):
dus wart her Lodewich besant, | hei quam zo richte unde alzehant.
de Overstulze richt vernamen, | dat ir viande up si quamen.
bestain wir si richtz, dat is uns vrume, | e in eman zo helpen kume.
UB Zug
917, 10
(
halem.
,
1449
):
die Hertensteinʼschen Gerichte [...] gangen [...] von des hin richti hinúber wider untz an sin burg.
2.
›gerade, senkrecht‹; auch: ›steif‹; vgl. II, 1.
Bedeutungsverwandte:
(Adj.) 1.

Belegblock:

Moscherosch. Ges. Phil. v. Sittew. (
Straßb.
1650
):
Er gienge so richt vnd strack als ein boltz, vnnd als ob er mit palisaden (Saketen) vmbzäunet wäre.