rephun,
rebhun,
das
;-s/-er(e)
+ Uml.;›Rebhuhn, Feldhuhn (Perdix)‹; die Jagd auf Rebhühner (als ein fürstliches Jagdprivileg) ist Gegenstand rechtlicher Regelungen; in Texten der Sinnwelt ,Religion / Didaxe‘ unter Bezugnahme auf in antiker Tradition stehende Vorstellungen vom typischen Verhalten der Tiere.
Zur Sache: , 119f.; , 334f.
Bedeutungsverwandte
(bzw. Orientierungsfeld): , , , , , , , 1
, , .Syntagmen:
die rephüner abtragen
›stehlen‹ / fangen / jagen / machen
›zubereiten‹ / melden / schiessen / schlagen / töten, zum markt tragen, ein r. um x schilling auf dem markt bieten, jm. ein r. bringen, (um x schilling) verkaufen, jm. rephüner gebraten geben
; das r
. (Subj.) aufsteigen, sich fürchten, eine getat
›Beschaffenheit‹ haben
; das r. aushecken, das [...], den weidman bitten
[+ Infinitivsatz]; j. rephünern nachstellen
; das gebratene / gefangene / junge / wilde r
.; der fang vieler rephüner
.Belegblock:
daz rephun
[
VogelLuther
1545: ]
hecket uz, daz iz nicht geleget hat. feyn nietlich dyng, Rephuner, Lampreten, weyßbrot, Malvasier.
Men sal en [...] geuen [...] rephonere gebraten.
ist ez aber eins fleischtages, so mahtu machen huͤnre, rephuͤnre, tuben vnd vasande.
wie wardt sie
[die Podagra]
da tractiert, | [...] | Bald ward fuͤr jr der Tisch gedeckt, | [...] | Raͤbhuͤnlin, Wachteln, Amseln vnd Phasen, | Wildtpraͤt von Hirschen, Rehe vnd Hasen. Ein gefangen rephun bate den waidman, seines lebens zu verschonen.
do lag er
[Herzog]
dry tage unnd liss rep hunere fahe. in der ebin sint gelegin vil stete und burge und gar lustige jayt odir vank vil rephuner.
Man jaget wölf, füx und hasen. Man fehet rephünner, haselhünner und fasanen.
die rebhúner
[nd. Bibel um 1478 /
WachtelnFroschauer
1531 / Dietenberger
1534 / Eck
1537 / Luther
1545, 2. Mose 16, 13: ]
oder orhúner stigen auff. der kúnig israhel ist ausgegangen das er suͦch ein lebentig mucken als das rephun
[1. Sam. 26, 20]
wirt geiaget an den bergen. Och hat das wilde rephuͦn | Von nature die getat | Das es vil kinde gerne hat.
das niemand kain haselhüner und rebhüner noch vederspil fahen, abtragen noch tödten sol.
wan die burger [...] göst luͦden, so gaben sie jetlichem menschen ain rephon [...] und gaben seltzamen wein zuͦ trincken.
wenn diu jungen rephüendl sich fürhtent, [...] sô hebent si die ertschollen auf [...] und verpergent sich dar under.
pey den seen und pey teichen | sach mans die anttvogel vachen | und die repphuner slachen.
Vermerkt was mein herr [...] zu jagen hat: aichern rephner stainhuner, das hat der her [...] zu verlassn.
Eggers, Psalter
229, 6
; Ermisch u. a., a. a. O.
26, 38
; Leisi, Thurg. UB
7, 464, 19
; Rennefahrt, Wirtsch. Bern ;
Barack, Zim. Chron. ;
Stopp, Kochbuch S. Welserin
159, 1
; Winter, a. a. O. ;
Grothausmann, Stadtb. Karpfen
7, 3
; Voc. Teut.-Lat.
aa viijr
;