reis,
der
;
-s/–
;
selten
das
;
über
mlat.
risum
und
lat.
oryza
aus
griech.
óryza
›Reis‹
(
Duden
7, 2014, 688
).
›orientalische Getreidepflanze; Oryza sativa L.‹; ›Früchte der Reispflanze; Reiskörner‹; überwiegend als Kollektivum verwendet: ›Getreide‹; häufig im Orientierungsfeld mit 1, 2, , , , 1,
1
1, in Waren- und Vorratslisten sowie in Verbindung mit Mengenangaben; metonymisch: ›Reis‹ (aus den Getreidekörnern zubereitete Speise).
Zur Sache:
Marzell
3, 475
;
Lex. d. Mal.
7, 671
.
Wirtschaftstexte und Kochbücher.
Bedeutungsverwandte:
5, 3, 1; 2, 2, 1; vgl.
2
(
das
).
Syntagmen:
j. r. essen, bei dem zentner verkaufen, mit mandelmilch sieden, in die stat bringen, etw
. (Subj.)
den r. betreffen
;
der r
. (Subj.)
füren
›verdaulich sein‹,
ein korn, eine art frucht sein, zur narung dienstlich, warm und trucken sein, in schiffen kommen, durch das ganze jar feilgehalten werden
;
manna ein gewächs wie r. sein
;
die amme sich mit r. speisen, j. dem bauch von r. zinsen müssen
;
x pfund, steine / tonnen / vierdung / zentner reis(es)
;
der zentner, der edle wein von r
.
Wortbildungen:
reisbrei
,
reisküchlein
,
reismel
,
reismus
,
reistorte
.

Belegblock:

Luther, WA (
1530
/
2
):
Undt war Manna ein gewechs gleich wie unser hirsen oder reis, do samleten sie auff dem felde auff, als viel sie einen tag uber bedurfften.
Loesch, Kölner Zunfturk. (
rib.
,
1456
/
63
):
Darna sall ein meister anrichten irre zwene ein gut velthoen ind ein snep in eine schuttel, ind mallich sijnen rijsbrij wailbeschaden darbij.
Hajek, Guͦte spise
1
(
rhfrk.
/
nobd.
,
um 1350
):
nim einen vierdung rises, den sol man stozzen zvͦ mele.
Ebd.
75
:
Der woͤlle machen ein rys muͦs, der nem aber gestozzen mandel milich vnd menge ez mit rismele.
v. Tscharner, Md. Marco Polo
32, 16
(
osächs.
,
2. H. 14. Jh.
):
Dy provincie hat vil wyngartin und wynis, alleyne das sy machin gar ediln wyn von ryse.
Ebd.
43, 7
:
do vurt man hyn von deme riche das dor an stozet, ummeslich vil getreydis und rys.
Ries, Rechenb.
E 7v, 14
(
Erfurt
1522
):
eyner kaufft 613. pfunt Reyß fur 40 flo.
Hoffmann, Würzb. Polizeisätze
111, 35
(
nobd.
,
1400
/
11
):
sunst von aller specierey, von wurczen, von mandel, ryß oder vygen gibt man vom zentner 2 ₰.
Weitz, Albich v. Prag
165, 1
(Hs. ˹
nobd.
,
2. H. 16. Jh.
˺):
Auch schoͤlt ir gern essen herse, arbez, reyz.
Hampe, Ged. v. Hausrat
3, 4, 21
(o. O.
um 1480
):
Von ekweyß reis hirs kern vnd linßen | Darmit man stet dem bauch mus tzinsen.
Rennefahrt, Zivilr. Bern (
halem.
,
1628
):
Was aber fastenspyß, oel, rys, kestenen, capres, oliven [....] betrifft, moͤgend solche sachen wol durch das gantze jahr feil gehalten werden.
Stopp, Kochbuch S. Welserin
103, 1
(
Augsb.
1553
):
wiltu reisskiechlen bachen [...].
Ebd.
115, 1
:
Ain reistorten zuͦ machen
(Überschrift für ein Rezept).
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
Risum haizt reis. daz ist ain korn, des halm, eher und pleter geleichent der gersten. [...]. wenn man daz reis seudet mit mandelmilch, sô fuoret ez paz wan sunst.
Ziesemer, Gr. Ämterb.
77, 24
;
127, 30
;
ders., Marienb. Ämterb.
137, 6
;
Helbig, Qu. Wirtsch.
2, 134, 11
;
Scholz-Babisch, Klev. Rheinzollw.
447, 32
;
Menge, Laufenb. Reg.
4781
;
Rennefahrt, Wirtsch. Bern ;
ders., Gebiet Bern ;
Uhlirz, Qu. Wien ;