redspreche,
Adj.
›redselig, bereit, viel zu erzählen‹;
vgl. 6.
Obd.
Bedeutungsverwandte:
2; vgl. .
Wortbildungen:
redsprächig
›wohlberedt, eloquent‹; auch: ›gesprächig‹ (dazu bdv.: 2; vgl. ),
redsprechigkeit
›Eloquenz, Beredsamkeit‹ (dazu bdv.: vgl. ).

Belegblock:

Franck, Decl.
341, 15
(
Nürnb.
1531
):
Der Wein macht beredt / als Horatius spricht. Die vollen krausen wen machen sie nitt redsprech?
Redspraͤchig / der wol von einem handel reden kan. [...]. redspraͤchig / der den leuthen gern zuredet / gespraͤchig.
Löffler, Columella/Österreicher (
schwäb.
,
1491
):
Ich mag mich ǒch nit genuͦg verwundern das die mentschen so begierlich zuͦ reden fuͤruss clubend den gesprechen und oratoren des redsprechikait sy nach volgind.
Meonius, der geberend gott der redsprechikait, hǎt nit verstellt die lernungen der gesprechlichait siner nachkomenden mit den aller witosten fluͤssen.
Barack, Zim. Chron. (
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
besorgt graf Wilhelm [...] gar starke Reinwein [...], er würde darvon deckeln und, wie der alt poet sprücht: „Facundi calices quem non fecere disertum?“ das er nur zu vil redtsprech darvon megte werden.