re,
der
;
zu
mhd.
›Leichnam, Tod‹
( f.).
›das Sterben‹; ›Tod‹; negativ konnotiert: ›Verderben‹.
Frühes Frnhd.; überwiegend in epischer Dichtung belegt.
Phraseme:
den re (von jm.) nemen
›(durch jn.) sterben‹;
an den re kommen
›sterben‹;
am re liegen
›im Sterben liegen‹;
jn. in den re fällen
›töten‹.
Bedeutungsverwandte:
1; 4; vgl. 5, 2, 4, 8, (
das
) 1.

Belegblock:

Fischer, Brun v. Schoneb. (
md.
, Hs.
um 1400
):
daz ouge der unkuscheit [...] | hete [...] David | do her irsach vrouwen Bersabe, | da von Urias quam an den re.
Martin, H. v. Sachsenh. Jesus
39
(
schwäb.
,
1455
):
Vor ewiglichen todes ree | Haut unns bewart des engels gruͦß.
Fichtner, Füetrer. Trojanerkr.
470, 2
(
moobd.
,
1473
/
8
):
Troillus vil der Chriechen | des tags velttʼ in den ree.
Weber, Füetrer. Poyt.
88, 5
(
moobd.
,
1478
/
84
):
Der riß am re hie lag mit wunnden tieffen.
Ebd.
295, 7
:
si wollten michs streits erlassen nicht, | des habens alle drey den re von mir genummen.