re,
›das Sterben‹; ›Tod‹; negativ konnotiert: ›Verderben‹.
Frühes Frnhd.; überwiegend in epischer Dichtung belegt.
Phraseme:
den re (von jm.) nemen
›(durch jn.) sterben‹; an den re kommen
›sterben‹; am re liegen
›im Sterben liegen‹; jn. in den re fällen
›töten‹.Belegblock:
daz ouge der unkuscheit [...] | hete [...] David | do her irsach vrouwen Bersabe, | da von Urias quam an den re.
Vor ewiglichen todes ree | Haut unns bewart des engels gruͦß.
Troillus vil der Chriechen | des tags velttʼ in den ree.
Der riß am re hie lag mit wunnden tieffen.
Ebd.
295, 7
: si wollten michs streits erlassen nicht, | des habens alle drey den re von mir genummen.