ratschaz,
der
.›Entlohnung, Schenkung an jn. als Gegenleistung für Tätigkeiten in Rechtsangelegenheiten‹; meist negativ konnotiert (als Ziel von Verboten): ›Bestechung, Gefälligkeitsgabe‹; vgl. (
der
) 1; 5; 10.Belegblock:
mer sol man wizzen, das chain burger richer noch armer von niemant chainen ratschacz ewiclichen nemen sol.
swelher [burger] iendert raͧtschatz nimet oder sich verspricht ze nemen, ist er des raͧtez, so sol er in fuͤnf jaren in den rat [...] niht komen.
und sol ouch kain burgermaister von nieman dehainen ratschatz nemen bi der pen alz ander burgermaister.
Es hand och raͤt, zunfmaister und gemaind gesetzt, daz [...] kain unser burger kains herren [...] noch kains edelmans gesworner [...] raut nit sol sin noch kainen rautschatz von im nemen weder gold noch silber, win noch korn, kain gewand, ross noch rinder.