ratschaz,
der
.
›Entlohnung, Schenkung an jn. als Gegenleistung für Tätigkeiten in Rechtsangelegenheiten‹; meist negativ konnotiert (als Ziel von Verboten): ›Bestechung, Gefälligkeitsgabe‹; vgl. (
der
) 1; 5; 10.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 2, 2, , (
die
) 1c, .

Belegblock:

Chron. Augsb. (
schwäb.
,
1340
, Hs. 
1447
):
mer sol man wizzen, das chain burger richer noch armer von niemant chainen ratschacz ewiclichen nemen sol.
Müller, Nördl. Stadtr. (
schwäb.
,
1348
/
50
):
swelher [burger] iendert raͧtschatz nimet oder sich verspricht ze nemen, ist er des raͧtez, so sol er in fuͤnf jaren in den rat [...] niht komen.
Mollwo, Rotes Buch Ulm (
schwäb.
,
1376
):
und sol ouch kain burgermaister von nieman dehainen ratschatz nemen bi der pen alz ander burgermaister.
Müller, Stadtr. Ravensb.
200, 22
(
oschwäb.
,
um 1420
):
Es hand och raͤt, zunfmaister und gemaind gesetzt, daz [...] kain unser burger kains herren [...] noch kains edelmans gesworner [...] raut nit sol sin noch kainen rautschatz von im nemen weder gold noch silber, win noch korn, kain gewand, ross noch rinder.
Mollwo, a. a. O. ;