rase,
1
rasen, der
;–/-n, -Ø
;-t
im Auslaut: rast(e)
; 1.
›einzelne grasbewachsene Erdscholle‹; auch: ›grasbewachsene Erdfläche, Wiese‹; ›Erdboden‹.Gegensätze:
.Wortbildungen:
rasenhopfen
rasenzins
Belegblock:
In paradiso non nessel, sed rosen und herlich rasen.
Das Ghirn vnd Blut vorn aus der Nasen / | Hinnab flossen / ferbten die Rasen.
Idoch hort ich sine wort | Ligende gar umbekort, | Gestracket uf der nasen | Na an der erden rasen.
eynn rasse funfzigk fusse langk unde 14 fusse breidt unde sechs fusse dicke der wart uf genomen unde gantz von der stat geleget 25 fusse weit.
Der dritte hopfen ist der wilde oder rasenhopfen, der sich selber zeuget und an die zeune und beume windet.
2.
›eine Fläche bestimmten Ausmaßes an der Erdoberfläche (im Bergbau), in deren Tiefe Erz abgebaut wird‹; Spezialisierung zu 1.Bergbaubezügliche Texte.
Phraseme:
˹in den rasen ziehen
; die schnüre auf dem rasen ziehen
u. Ä.˺ ›die Grenzen eines Grubenfeldes vermessen‹.Belegblock:
Deßgleichen kan kein zeche mit schnescharren erhalten werden, wo nicht der raßen vorriczt wirt ader arbeit auf den stein geschicht.
Ebd.
117, 34
: Der margscheider sol im abwegen der erbteufe des stollens heraussen aufm rasen anhalten.
Da hat Er die Recht, das niemandt, da d(er) Rast ist, vnzerproch(en) vnd gannz zwischen seinen Stolle und der Marchschaide Insiz(en) mag.
Ebd.
24b, 34
: Burger lehen, die da ligen in den pergen des Stollens, haben d(a)z Recht, wo der Rast ist zerprochen, das Sy nicht verlechn mugn.