ranzonen,
ranzionen,
ranzionieren,
in 1 auch 2
ranzen, ranzieren,
V.
– Seit dem 16. Jh.
1.
›von jm. (für sein Leben, seine Freilassung aus der Gefangenschaft, unter Androhung von Brandschatzung, Raub und Plünderung u. dgl.) Lösegeld erpressen‹; auch: ›jn. (gegen Lösegeld) freilassen‹; zu .
Belegblock:
haben [die andere Hispanier] das Oisterische und Engelsche haus beraubt und fil heuser, die leut umb alle ir gelt und gut ranzoneirt, geschatzt und meisteils darzu ermort.
wurden die ort der Eydgnossen, Zurich, Bern, Basel [...] und ander gerantzeanet, und muͦst yedes [...] ein grosz gelt an iren kriegscosten geben.
Ward [...] herzog Ludwig [...] von den Franzosen [...] mit ringer ranzung geloͤst, hoͤher geranzt und irem kuͤng uͤberantwort.
[kŭnig Johans] frăgt sy [sine fŭrsten] [...], ob er Borgas entledigen sött. Also ryettend sy im, er sött inn rantzonnen.
rantzionieren / Geldt vor die Erledigung abfordern vnnd abnemmen.
2.
›jn. (auch: sich) gegen Lösegeld freikaufen, auslösen‹; zu .
Belegblock:
hatt man die lantzknecht, so [...] gefangen waren und noch sich nicht rantzonet hatten, hinaus gefodert in die Newstadt.
[Conrat Eck, min swager] war mit 300 daler ranzont und des gefenkniss erloust.